Fledermausschutz


Nacht der Fledermäuse am 28. August

Aktionen und Beobachtungen zu Flugkünstlern und nächtlichen Jägern

25 verschiedene Fledermausarten gibt es in Deutschland. Die internationale Nacht der Fledermäuse bietet die Möglichkeit, diese erstaunlichen Tiere einmal aus nächster Nähe kennen zu lernen. Sie findet traditionell Ende August statt, und das mittlerweile in über 30 europäischen Ländern. Die Gebietsbetreuung Moore Tobel und Bodenseeufer des BUND Naturschutz lädt in Zusammenarbeit mit der Koordinationsstelle Fledermausschutz im Landkreis Lindau am Freitag, den 28. August ab 17 Uhr ins Naturschutzhäusle zu einer Veranstaltung rund um die Fledermäuse ein.

Sie fliegen mit den Händen und sehen mit den Ohren - Fledermäuse üben auf Menschen eine große Faszination aus. Doch mit ihrer verborgenen Lebensweise geht auch ihre Gefährdung einher, die gleichzeitig stark mit dem Handeln des Menschen verbunden ist. Gerade hier in der vielfältigen Landschaft zwischen See und Allgäu mit ihren Streuobstwiesen, Wäldern und Feuchtgebieten findet sich noch Lebensraum für Fledermäuse, der teilweise noch wenig erforscht ist. So ist auch zu erwarten, dass hier noch einige Fledermausarten zu finden sind, welche bisher im Landkreis nur noch nicht gefunden wurden. Im Rahmen dieser Veranstaltung soll jedem Interessierten auch die Möglichkeit für Fragen und Beratung geboten werden.

Interessante Fakten über unsere heimischen Fledermäuse, besonders über die Gefährdung und den der Schutz der Tiere werden im und am Naturschutzhäusle (Lotzbeckweg 1, Lindau) präsentiert. Auch für Kinder sind Aktivitäten geboten, um die Tiere spielerisch kennen zu lernen. Nachts kann man dann bei einer Detektorwanderung den Lauten der nächtlichen Himmelsstürmer horchen. Für alle Interessierten wird genügend Informationsmaterial bereitgehalten, ein Büchertisch vorbereitet und kleine hübsche Dinge rund um die Fledermäuse angeboten.

So sieht das bunte Programm für Groß und Klein im und um das Naturschutzhäusle aus:

Ausstellung  „Fledermäuse – Flugkünstler und nächtliche Jäger“
18 Uhr Führung und Erläuterungen mit Rudolf Zahner

Wie leben Fledermäuse? Häufig leben sie versteckt in unserer unmittelbaren Nachbarschaft. Sie beziehen in Höhlen, Dachböden, Bäumen und Fassadenspalten Quartier. Weil sie aber tagsüber ruhen und nachts jagen, kennen wir unsere heimlichen "Untermieter" meistens nicht.
Fledermäuse stehen unter strengem Schutz, doch viele der in Bayern heimischen Arten sind in ihrem Bestand gefährdet. Eine Ausstellung des Bayerischen Landesamtes für Umwelt zeigt die faszinierende Welt der Fledermäuse und mit welch einfachen Mitteln wir die Tiere, ihre Lebensräume und Quartier schützen können. Der Fledermausbeauftragte im Landkreis Lindau, Rudolf Zahner gibt weitere Erläuterungen dazu. Die Ausstellung wird bis Mitte September im Naturschutzhäusle zu sehen sein.

Spiel und Spaß
17 – ca. 19.30 Uhr

Bei lustigen Spielen und Basteleien können Kinder spielerisch mehr über die faszinierenden Tiere und ihre Lebensweise erfahren. Flattern wie die Fledermaus, Motten fangen und Masken basteln – auf jeden Fall ist für Unterhaltung gesorgt!

Nächtliche Fledermausbeobachtung
ca. 20 Uhr Start am Naturschutzhäusle

Mit Einbruch der Dunkelheit zeigt Rudolf Zahner mit dem Detektor, wie sich die Fledermäuse über ihre Ultraschalllaute orientieren und auf Nahrungssuche gehen.


Kontrolle der Fledermauskästen

Fledermausbeauftragter Rudolf Zahner
Siebenschläfer (Glis glis)

Im Juni sind auf zwei Grundstücken des  BUND Naturschutz  Fledermauskästen aufgehängt worden. Diese wurden nun von Isolde Miller, Gabriel McArtney, Till Reichart (BN) und Rudolf Zahner, Fledermausbeauftragter im Landkreis Lindau, erstmalig kontrolliert.

Aufgrund der kurzen Zeitspanne wäre es unwahrscheinlich gewesen, darin schon Fledermäuse zu finden. Trotzdem lohnte sich die Kontrolle, denn in einigen Kästen hatten sich andere Tiere einquartiert: Während einer ein Hornissennest beherbergte, wurde ein sogenannter Großraumkasten von mehreren Siebenschläfern bewohnt. Große Mengen von Blättern und Moos als Nistmaterial wurden von Vögeln zusammengetragen, deren Art nicht festzustellen war.

Die meisten der Kästen waren jedoch leer, da die Zugzeit der Fledermäuse jetzt erst einsetzt und die Winterquartiere noch nicht  bezogen sind. Die nächste Kontrolle ist im Frühjahr geplant und dürfte höhere Chancen auf einen Fledermausfund oder Hinterlassenschaften der Tiere haben.

06.09.2013


Fledermauskasten

Fledermausschutz in Landkreis Lindau

Bei einer gemeinsamen Aktion der Koordinationsstelle Fledermausschutz und des Bundes Naturschutz haben der Biologe und Fledermausbeauftragte im Landkreis Lindau, Rudolf Zahner, Isolde Miller und Gabriel McArtney vom Bund Naturschutz in zwei BN Grundstücken Fledermaus-Kästen aufgehängt.


Fledermäuse sind in Bayern selten geworden und es gibt wenig Kenntnisse über Vorkommen im Landkreis Lindau. Deshalb wurde vom Landratsamt Lindau mit Zuschüssen von der von der Regierung von Schwaben ein Projeckt zur Kartierung der Fledermäuse in der Region ins Leben gerufen. Dabei wurden Kästen für verschiedene Arten aufgehäangt, die möglichst regelmäßig kontrolliert wrden sollen.

 

Der Bund Naturschutz unterstützt dieses Projekt indem er seine Grundstücke im Naturschutzgebiet Rohrachschlucht zur Verfügung stellt und sowohl beim Aufhängen als auch bei der Kontrolle mithilft.