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Die Schwalben – Bedrohte Frühlingsboten und Glücksbringer

Da sowohl ihre Insektennahrung als auch das Baumaterial und die Plätze für Nester knapp sind, geht die Anzahl der Schwalben regional zurück. Nach weiter Flugreise finden sie erschwerte Lebensbedingungen vor: ehemals lehmige Wege, die asphaltiert wurden, modernisierte Kuhställe ohne Nistmöglichkeiten. Früher als Glücksbringer und Boten des Frühlings bekannt sind Schwalben heute meist unwillkommene Gäste.

Mehlschwalben
Die in größeren Höhen jagende Mehlschwalbe ist unterseits weiß und blauschwarz auf der Oberseite. Ihr Schwanz ist kurz und gegabelt. Ihre Nistplätze waren ursprünglich Felswände und werden heute vorwiegen unter Hausdächer gebaut. Raue Wände mit hellem Putz und eine freie Anflugschneise sind dabei günstig. Zum Bau der Nester, die gern in ganzen Kolonien angelegt werden, wird Lehm verwendet, den sie aus Wasserpfützen holen, wenn es geregnet hat. Nach 14 Tagen schlüpfen 4 – 5 Jungvögel, die noch etwa 5 Wochen gefüttert werden.

Da sie durch die Zunehmende Versiegelung der Böden kaum noch feuchte Erde und Lehm finden sinken die regionalen Schwalbenbestände. Wer Schwalben an seinem Haus haben will, sollte Ansiedelungsversuche durch Kunstnester aus dem Fachhandel unterstützen. Wenn schon Schwalbennester am Haus gebaut wurden, dürfen diese nicht zerstört werden. Unter den Nestern angebrachte Bretter können helfen den Schwalbendreck aufzufangen.

Rauchschwalben
Die schlanke Rauchschwalbe hat einen gegabelten Schwanz mit längeren Außenfedern als die Mehlschwalbe. Ihre Oberseite ist dunkelblau, ihre Unterseite rahmgelb gefärbt, während Kehle und Stirn kastanienrot sind. Auch sie bauen ihre Nester aus feuchter, lehmhaltiger Erde bevorzugt in Viehställe. Allerdings hat die Zahl der Bauernhöfe in den letzten Jahrzehnten stark abgenommen. Auch modernisierte, fensterlos belüftete Ställe ohne Einfluglöcher nehmen den Schwalben Lebensraum.