Sortenbeschreibung
In dieser Kurzfassung können natürlich nicht alle Aspekte ausführlich behandelt werden, für weiterführende Informationen ist das Internet oder entsprechende, aktuelle Fachliteratur hilfreich. Gelegentlich widersprechen sich verschiedene Angaben, da verschiedene Standorte zu einer unterschiedlichen Bewertung führen. Lokale, bekannte Eigenschaften wurden hier soweit wie möglich berücksichtigt.
Apfelsorten
ALLGÄUER KALVILL
Der Allgäuer Kalvill ist angeblich ein Sämling der Sorte Josef Musch und wurde 1951 erstmals beschrieben. Als Verbreitungsgebiet wird das württembergische Allgäu im Bereich Wangen und Kißlegg angeführt, doch auch im Kreis Lindau konnten Bäume dieser Sorte nachgewiesen werden. Es handelt sich um eine relativ junge Sorte, die Muttersorte Josef Musch wurde selbst erst 1872 erstmals erwähnt. Zur Anbaueignung und Wiederstandfähigkeit finden sich unterschiedliche Aussagen. So kann auf ungünstigen Standorten vermehrt Obstbaumkrebs auftreten. Die Früchte aber sind wegen ihres Zucker-Säure-Verhältnisses gut zur Herstellung von Most geeignet.Der Sortenname gibt nicht nur einen Hinweis auf das Verbreitungsgebiet sondern auch auf ein charakteristisches Sortenmerkmal – als kallvillartig werden die deutlichen Höcker im Kelchbereich der Frucht bezeichnet.
Aufhofer Klosterapfel
Eigentlich handelt es sich bei dieser Sorte um die alte englische Kochapfelsorte Annie Elizabeth, die in Schwaben unter dem Synonym Aufhofer
Klosterapfel verbereitet ist. Der Apfel wird mittelgroß bis groß und hat eine breitkugelig-flache, häufig unregelmäßige Form. Die Früchte haben eine grün-gelbe Grundfarbe mit roter, streifiger Deckfarbe. Das Fruchtfleisch ist weiß, fest, saftig und schmeckt süßsäuerlich und leicht aromatisch. Er ist als Tafel- oder Wirtschaftsapfel (als Kochapfel oder zur Saftherstellung) gut verwendbar. Pflückreif sind die Früchte im Oktober, genussreif werden sie zu Beginn des neuen Jahres und können noch lange gelagert werden. Somit gehört die Sorte zu den Winteräpfeln. Der Baum ist robust und stark wachsend.
Baldwin
Die Sorte ist um 1740 in Wilmington, Massachusetts (USA) entstanden und ist traditionell im Nordosten der USA stark verbreitet. In Deutschland ist der Baldwin nur vereinzelt z.B. in raueren Lagen des Allgäus anzutreffen. In der Schweiz ist die Sorte auch unter dem Synonym Stäfner Rosen bekannt. Die Sorte stellt keine besonderen Ansprüche an Klima und Boden, ist frosthart und reift spät. Das Fruchtfleisch ist grünlich und scheint daher unreif, ist aber süßlich, aromatisch und wohlschmeckend. Der mittelgroße, kegel- bis kugelförmig gebaute Winterapfel mit der etwas düsteren, braunroten Deckfarbe ist als Wirtschafts- und Tafelapfel zu empfehlen
Berner Rosenapfel
Durch die gute Widerstandskraft gegen Holz- und Bütenfrost ist die Sorte für mittlere und höhere Lagen empfehlenswert, allerdings schorfanfällig. Sehr saftig, eher süß mit erfrischender Säure bei eher mittelgroßen und etwas abgeflachter Form. Die diploide Sorte blüht langanhaltend von mittelfrüh bis mittelspät. Anfangs mittelstarker Wuchs, später nachlassend. Leider habe ich in den letzten Jahren verstärkte Krebsbildung bemerkt. Charakteristisch ist die einzigartige stark blauviolette bereifte Schale. Welche Augenweide!
Bittenfelder Sämling
Sehr, wirklich sehr kleinfrüchtige, wertvolle Mostsorte mit sehr hohen Zucker-und Säurewerten. Reifezeit Ende Oktober bis Mitte November. Der Baum wächst sehr stark und bildet breite, ausladende Kronen. Eine besonders robuste, auch gegen Feuerbrand unempfindliche Sorte mit hoher Lebensdauer, aber spätem Ertragsbeginn. Die Sorte reift spät, daher ist sie nicht für raue Lagen geeignet. Bewährte Sämlingsunterlage, für den Streuobstbau sehr empfehlenswert.
Boskoop rot Typ Herr
Säuerlich aromatischer Winterapfel. Reifezeit: November, lagerfähig bis April. Stark wachsend. Ertrag: hoch, Große bis sehr große rundum gleichmäßig geformte Frucht mit intensiv roter Farbe ohne Streifen, sehr guter Backapfel. Säuerlich erfrischend, saftig und aromatisch. Blütezeit: mittelfrüh, Blüte triploid, dient nicht als Befruchter für andere Sorten. Befruchter: z.B. Berlepsch, Klarapfel, James Grieve. Vielseitiger Tafel- und Verwertungsapfel für Saft und zum Brennen, sehr gut zum Backen geeignet
Brettacher
Sehr gesunde und wüchsige Bäume, für den Streuobstbau bestens geeignet. Liebt warme Böden, braucht lange Vegetationsperioden. In höheren Lagen oft grasiger Geschmack, aber ertragssicher. Ansonsten zeigen Früchte eine lange Haltbarkeit und hohe Saftausbeute. Erträge setzen mittelfrüh ein, sind regelmäßig und hoch. Die Früchte sind ab Mitte Oktober pflückreif, die Genussreife reicht bis April/Mai, Tafelapfel, Wirtschafts- Saft- und Mostapfel, große Früchte. Triploid
Danziger Kantapfel
Herbstsorte, besonders für den Streuobstanbau in Höhenlagen zu empfehlen. Das Holz und die Blüte sind frosthart, die Blütemittelspät und langanhaltend und witterungsunempfindlich. Der kräftige, gesunde Wuchs führt zu ausladenden Kronen, im Alter allerdings knorrig und anfällig für Obstbaumkrebs, in rauen Lagen meist gesünder. Die Erträge setzen spät ein, sind dann aber reich. Die mittelgroßen Früchte haben eine rote Deckfarbe, sind an der Schale fettig, das Fleisch ist druckempfindlich, locker, saftig, säuerlich und etwas gewürzt.
Doppelter Prinzenapfel
Der Doppelte Prinzenapfel auch Doppelter Melonenapfel, Doppelter Hasenkopf oder Doppelnonne genannt, ist ein Abkömmling des Prinzenapfels und stamm vermutlich aus Norddeutschland. Häufig anzutreffen ist die Sorte in den höheren Lagen des Allgäus und in der Schweiz. Die große, meist walzenförmige, Frucht reift im September und besitzt ein saftiges, säuerliches Fruchtfleisch. Die Früchte reifen nacheinander und sind nicht lange lagerfähig aber sehr gut in der Küche für Mus und Kuchen geeignet.Der Baum wächst stark, wird sehr alt und ist gut für den Streuobstbau und die Selbstversorgung in rauen Lagen geeignet.
Eifeler Rambur
Der Eifeler Rambur ist eine typische Streuobstsorte. Die Sorte ist sehr frosthart und robust gegen Schorf, Mehltau und Krebs. Sie stellt insgesamt
wenig Ansprüche an den Standort. Gerade in Höhenlagen gedeiht der Eifeler Rambur gut. Die genaue Herkunft der Sorte ist unbekannt. In der Eifel war sie als Winterrambur weit verbreitet und wurde im Jahr 1904 in Eifeler Rambur umbenannt.Typisch ist der sehr große, offene Kelch, weshalb die Sorte auch Breitauge genannt wird. Die Sorte ist starkwüchsig und kommt spät in den Ertrag, ist aber sehr langlebig. Sie bedarf eines regelmäßigen Schnittes um Verkahlung und Abkippen der Leitäste zu verhindern.
Eisenburger
Bei dieser Apfelsorte handelt es sich vermutlich um eine historische Sorte die unter einem heute nicht mehr bekannten Namen früher überregional verbreitet war. Der Name Eisenburger ist eine lokale Bezeichnung die im Memminger Raum gebräuchlich ist und bezieht sich auf das Dorf Eisenburg, ein Ortsteil der Stadt Memmingen wo mehrere Altbäume dieser Sorte stehen. Die bläulich roten Früchte sind stark bereift und
mittelgroß. Sie schmecken süßlich und etwas parfümiert. Die Sorte wächst mittelstark und ist ertragssicher, robust und frosthart.
Engelsberger Renette
Ein ausgesprochener Mostapfel, der reich und regelmäßig trägt. Die kleinen bis mittelgroßen Früchte haben ein ausgeglichenes Zucker-Säure-Verhältnis und wenig Aroma, sind grüngelb und sonnenseits rot überhaucht. Der Baum wächst mittelstark, buschig, kompakt, ist winterhart und robust, pflegeleicht. Nährstoffreiche Böden sind von Vorteil, ansonsten stellt die Sorte wenig Ansprüche und ist auch für ungünstige Standorte geeignet. Die lange Blühdauer ist für alle Insekten von großem Wert.
Früher Isnyer
Der Frühe Isnyer wird in der Literatur als Spielart des Welschisner (Welsch Isnyer, Isnyer Jahrapfel, Großer Böhmischer Brünnerling) mit Verbreitung im Lindauer Raum beschrieben. Er gehört somit in den Formenkreis der Brünnerlinge. Die Regionalsorte ist im Kreis Lindau auf die warmen, mittleren Lagen beschränkt und stark gefährdet. Es ist anzunehmen, dass die Sorte auch tatsächlich im Lindauer Raum entstanden ist, da man sie nur dort kennt. Das Alter der Sorte ist unbekannt. Der Sortenname ist als Kurzform von früh reifender Welschisner zu verstehen.
Kenntnisse über die Baum- und Fruchteigenschaften sind noch sehr wenige vorhanden.
Gehrers Rambur
Großfrüchtige Mostapfelsorte mit hoher Saftausbeute und hoher Fruchtbarkeit. Robustheit und Widerstandsfähigkeit gegen Feuerbrand zeichnen diese Sorte für den Streuobstbau aus. Reifezeit Mitte bis Ende Oktober. Die Früchte sind rasch zu verwerten, weil sie schnell faulen. Der Wuchs ist nur mittelstark. Die Sorte bildet hochpyramidale Kronen mit mäßiger Verzweigung, der früh einsetzende Ertrag ist sehr hoch und regelmäßig. In höheren Lagen bleiben die Früchte jedoch zu sauer. Triploid
Gewürzluiken
Aufgrund ihres Namens wird diese Sorte meist überschätzt. Die geschmackvolle Sorte ist nur für wärmere, mittlere Lagen geeignet, ansonsten werden die Früchte schlecht und schmecken grasig. Die etwas schorf- und krebsanfällige Sorte liefert mittelgroße, schön karminrot gesprenkelte Früchte. Der Baum wächst mittelstark und verzweigt sich gut, benötigt aber einen regelmäßigen Schnitt und gute Düngung. Blüht spät und lang anhaltend, empfindlich für Holzfrost.
Hauxapfel
Wirtschaftsapfel, Mitte bis Ende Oktober, bis März lagerfähig, mittelgroß bis groß, mittelhoher Zucker- u. hoher Säuregehalt, die Früchte eignen sich gut zur Verwertung. Der Baum ist sehr robust und wächst stark; für den Streuobstbau auch als Stammbildner empfehlenswert. Der Ertrag setzt leicht verzögert ein, ist dann aber hoch und regelmäßig.
Leider sind in den letzten Jahren im Landkreis Lindau Feuerbrandinfektionen aufgetreten
Hilde Schweizer
Zufallssämling von der Niederelbe. Die Früchte sind groß bis sehr groß und schwer, meist mit ungleichmäßiger Form, die etwas fettige Schale ist bei Reife grün-gelb, rot gestreift, sonnenseits auch flächig rot. Das feste feinzellige Fruchtfleisch ist saftig, ohne viel Aroma und säurebetont, sehr gut für Most und Saft, weniger für Frischverzehr. Der Baum bildet nur kleine Kronen mit guter Verzweigung und benötigt einen regelmäßigen Schnitt um die Wuchskraft zu erhalten. Gedeiht am besten in Seeklima, die Böden sollten nährstoffreich und ausreichend feucht sein, schwere Böden und höhere Lagen sind nicht geeignet. Das Holz ist frostfest, auf schweren, nassen Böden krebsanfällig. Gering anfällig für Feuerbrand, Schorf und Mehltau. Die Erträge sind regelmäßig und hoch, bringt von den bisher geprüften Mostsorten den höchsten Flächenertrag.
Horneburger Pfannkuchenapfel
Unter Kennern als vorzügliche Verwertungsfrucht für den Haushalt bekannt, eignet sich aber auch als saftiger, feinsäuerlicher Tafel- und Wirtschaftsapfel. Die Früchte sind groß bis sehr groß und wenig druckempfindlich. Pflückreif ab Mitte Oktober, genussreif von Januar bis März/April, gut transportfähig. Der Wuchs ist stark, mittelfrühe und langanhaltende Blüte aber triploid. Fruchtbarkeit setzt früh ein, trägt jährlich hoch. Mäßig anfällig für Pilzkrankheiten, Holz und Blüte wenig frostempfindlich, Liebt frische Böden in luftfeuchten, mäßig warmen Regionen. Trockene Standorte (Mehltau) und stark wechselfeuchte Böden (Krebs) sind ungeeignet.
Jakob Lebel
Für rauere Lagen empfehlenswert, stark wachsende Sorte mit ausladender Krone. Die Blüte erscheint mittelfrüh und ist langanhaltend. Der Ertrag setzt mittelfrüh ein ist hoch aber alternierend. Etwas anfällig gegen Holzfrost und Schorf. Die Früchte sind mittelgroß bis groß, fettig und sehr saftig, später mürbe und leicht säuerlich (bei Bäckereien sehr beliebt) Tafel-, Saft-, und Mostapfel. Baumreife von Ende September an, haltbar bis Dez. Triploid
Josef Musch
Tafel-, Saft- und Mostapfel mit großen bis sehr großen Früchten. Selbst in Höhenlagen über 500m (Selbst in rauen Lagen) noch Tafelqualität und beste Gesundheit! Die Sorte stellt wenig Ansprüche an Boden, wächst anfangs mittelstark, später nachlassend und bildet lichte Kronen. Die Erträge sind in der Regel mittel bis hoch. Pflückreif Mitte September, haltbar bis Januar. Sehr robuste Bäume, für den Streuobstbau in Höhenlagen altbewährte Sorte. Triploid Zeigte leider 2008 und 2009 leichten Feuerbrandbefall.
Kardinal Bea
Tafel- Saft- und Mostapfel. Die Früchte sind mittelgroß bis groß, ab Anfang Oktober pflückreif und leider nur bis November haltbar (Kernhausfäulen). Trotzdem für den Streuobstbau durchaus interessante Sorte: Der Baum wächst lediglich mittelstark, blüht mittelfrüh, die Erträge setzen früh ein sind regelmäßig und hoch. Die Sorte ist etwas anfällig gegen Läuse, ansonsten aber sehr robust
Korbiniansapfel
Winterapfel, Reifezeit ist von Ende Oktober bis Mitte November. Der Wuchs ist stark, aufrecht und gedrungen. Mittelfrüh einsetzender und regelmäßiger Ertrag. Mittelgroß, gelb-rote Früchte, grünlich-weißes Fruchtfleisch. Saftig mit würzigem Geschmack und einem ausgewogenen Zucker-Säure-Verhältnis. Zum Frischeverzehr, aber auch als Koch- und Backapfel sehr gut geeignet. Blütezeit: Mai. Gedeiht auch in Höhenlagen und hat wenig Ansprüche an Boden und Klima.
Insgesamt sehr robust und widerstandsfähig.
Rheinischer Bohnapfel
Most- und Wirtschaftsapfel von kleiner bis mittlerer Größe und mit guter Haltbarkeit.
Reifezeit Ende Oktober bis Anfang November. Der Baum bildet mittelgroße, kugelige, dichte Kronen. Auch für Windlagen geeignet, ist frosthart im Holz und in der Blüte, gilt aber als schlechter Pollenspender. Die Sorte ist leicht schorf- und krebsanfällig, aber feuerbrandtolerant und trägt alle 2 Jahre sehr reich (Alternanz). Triploid
Rheinischer Winterrambur
Hierzulande auch als Teuringer bekannt. Auf durchlässigen Böden eine robuste und ertragreiche Sorte, trockene und frostgefährdete Standorte sind zu vermeiden. Der starke Wuchs eignet sich besonders für den extensiven Streuobstanbau, die Erträge setzen spät ein, sind standortabhängig. Kaum für Schorf, wohl aber anfällig für Krebs und Mehltau. Die Früchte sind mittelgroß bis groß, das Fleisch fest, mäßig saftig, säuerlich und schwach aromatisch.
Rote Sternrenette
Dieser Tafelapfel zeichnet sich auch durch einen hohen Zierwert (Weihnachtsapfel) aus. Die Sorte ist sehr widerstandsfähig gegenüber Schorf, Mehltau und Obstbaumkrebs, außerdem ist sie sehr frosthart. Für tiefgründige, feuchte Böden, auch in ungünstigen Lagen geeignet. Die nur mittelgroßen Früchte sind in der Deckfarbe tiefrot bis scharlachrot gefärbt. Das mittelfeste Fleisch, meist zartrosa geadert, schmeckt ausgeglichen süßsauer und leicht aromatisch ist aber nur mäßig saftig. Der sehr starke Wuchs eignet sich für den Streuobstbau. Die Sorte blüht spät und lange. Die Erträge setzen erst mittelspät ein und sind unregelmäßig.
Roter Bellefleur
Eine sehr alte robuste Wintersorte. Der äußerst genügsame Baum wächst anfangs schwach, später stark und hat eine hohe Vitalität, sehr widerstandsfähig gegen Krankheiten und Schädlinge. Die sehr späte Blüte eignet sich als Pollenspender. Die Frucht ist äußerlich sehr ansprechend und schmackhaft, mittelgroß und besitzt gute Verwertungseigenschaften. Das Fleisch ist gelblich weiß, fest, saftig und vorwiegend süß. Für raue und Mittelgebirgslagen empfehlenswert.
Roter Taffetapfel
Alte Apfelsorte aus Stuttgart-Hohenheim, um etwa 1860
Reifezeit: ab September. Mittlerer bis starker Wuchs, sehr langlebig. Spät einsetzender Ertrag, dann jedoch hoch und regelmäßig. Kleine, flachrunde Äpfel mit gelber Grund- und roter Deckfarbe; weißes, sehr saftiges Fruchtfleisch welches mit Vollreife mürbe wird. Fein säuerlich und aromatisch, geringer Zuckergehalt. Sehr gut als Back- und Mostapfel geeignet, aber auch für den Frischeverzehr zu verwenden. Blüht spät, erst ab ca. Ende Mai. Geeignete Befruchter sind u.A.: Rote Sternrenette, Champagner Renette, Rheinische Schafsnase. Keine besonderen Ansprüche an Boden und Standort, ideal auch für höhere Lagen. Sehr winterhart; bis -35°C.
Schafsnase
Alte Apfelsorte; Syn.: ‚Apfelmuser‘, ‚Frankfurter Matapfel‘, ‚Grenadier
Reifezeit: ab Mitte August. Wuchs: anfangs stark, später mittelstark. Ertrag: recht hoch und regelmäßig, neigt in kalten Lagen zur Alternanz.
Mittelgroß bis groß, goldgelbe Deckfarbe mit roter Marmorierung. Saftig, würzig. Sehr guter Mostapfel. Blütezeit: April / Mai. Leider anfällig für Apfelschorf, Krebs, Mehltau und andere Krankheiten
Schneiderapfel
Eine Alte Sorte, die aus dem Kanton Zürich stammt und wenig Ansprüche an Standort und Klima stellt, empfehlenswert für Höhenlagen bis zu 800m. Da frosthart auch als Stamm- und Gerüstbildner geeignet. Außerdem ist sie wenig anfällig für Schorf, Mehltau und Feuerbrand, aber anfällig für Krebs. Die Blüte ist mittelspät und ebenfalls gering frostempfindlich. Die Früchte sind mittelgroß, hellgrün bis goldgelb, sonnenseits schwach rötlich gefärbt, haben ein halbfestes, saftiges Fruchtfleisch, sind allerdings etwas druckempfindlich. Der Saft- Most- und Küchenapfel ist ab Anfang Oktober pflückreif und haltbar bis Februar. Der Geschmack überzeugt harmonisch gehaltvoll, mit einem ausgewogenen Zucker-Säure Verhältnis. Der Baum wächst stark, mit breiten Kronen, kommt spät in Ertrag, dann aber hoch
Schöner aus Wiltshire
Dieser Tafel-, Wirtschafts-, Saft-, und Mostapfel verfügt über ein festes weißes Fruchtfleisch, ist säuerlich und sortentypisch gewürzt. Pflückreif Mitte Oktober, die Genussreife dauert von November bis in den März. Die Wärmeansprüche sind gering, dank der allgemeinen Robustheit gegenüber Frost für raue Lagen geeignet. Der Ertrag ist früh und hoch, kaum alternierend. Wenig anfällig für Schorf, etwas für Stippe. Hat sich in den letzten Jahren als äußerst tolerant gegenüber Feuerbrand gezeigt! Eignet sich noch für mittlere Böden mit ausreichender Nährkraft, der Wuchs ist mittelstark. Guter Pollenspender
Sonnenwirtsapfel
Tafel- und Wirtschaftsapfel, die Früchte eignen sich auch für die häusliche Verwertung gut, Ende September bis Anfang Oktober pflückreif, haltbar bis Februar. Sehr saftig, angenehm feinsäuerlich und fruchtig, mittelgroße, eher große Früchte. Sehr starkwüchsig und ausgesprochen hohe Widerstandskraft gegen Krankheiten zeichnen diese Sorte aus. Die imposanten Bäume werden daher sehr groß und alt. Für das prägende Landschaftsbild ist der Sonnenwirtsapfel von besonderer Bedeutung. Die Erträge sind mittelhoch bis hoch und einigermaßen regelmäßig. Diese bewährte Sorte ist in allen Lagen anzutreffen
Winterprinzenapfel
Reiner Wirtschafts-u. M. Fein säuerlich und aromatisch, geringer Zuckergehaltostapfel, Massenträger, widerstandsfähig und starkwüchsig, bereichert den extensiven Streuobstanbau. Die Pflückreife liegt bei Anfang Oktober, genussreif von Nov. Bis Jan. Die Früchte sind mittelgroß und eiförmig, saftig säuerlich, aber gering aromatisch. Die Kronenform ist hochkugelig und ausladend, die Erträge sehr hoch aber auch alternierend. In der Blüte unempfindlich, auch sonst widerstandsfähig außer Krebs. Sehr anspruchslos an Boden und Lage.
Birnensorten
Gute Luise
Eine beliebte Herbsttafelbirne mit hervorragenden Fruchteigenschaften. Die Sorte liebt warme Lagen und ist gegenüber Holzfrost und Schorf anfällig. Die mittelgroßen Früchte sind bis Oktober haltbar und haben eine braunrote verwaschene Deckfarbe. Die Sorte wächst mittelstark und steil aufrecht, sie blüht mittelfrüh und kurz, bringt frühe, hohe und regelmäßige Ernten
Köstliche aus Charneaux
Herbstbirne, Tafelbirne für Erwerbsanbau und Hausgarten; Syn.: ‚Bürgermeisterbirne
Reifezeit: Ende September bis Mitte Oktober.
Der Wuchs ist stark mit starker Betonung des Mitteltriebs und mäßiger Verzweigung. Spät einsetzender Ertrag, dann jedoch hoch und regelmäßig. Mittelgroße, kegelförmige Früchte mit grüner, später zitronengelber Grundfarbe und sonnenseits roter Deckfarbe. Gelblich weißes, feinzelliges Fruchtfleisch.
Sehr saftig und schmelzend, kräftig süß, feinwürzig mit schwacher Säure. Zum Frischeverzehr aber auch sehr gut zum Einkochen, Dörren und für Saft. Problemlose Tafelbirne mit geringem Wärmebedürfnis und guter Lagerfähigkeit. Allgemein robust, wenig schorfanfällig.
Nägelesbirne
Dörr- und Brennbirne, erreicht bis zu 65° Oechsle, wenig Gerbstoff, eignet sich auch zu Kompott. Reife Anfang bis Mitte September, große Früchte, kaum haltbar. Großer, gesunder Wuchs, für den landschaftsprägenden Anbau wertvoll, schöne Herbstfärbung. Kommt früh in Ertrag und liefert hohe und regelmäßige Ernten. Eine gesunde Sorte für alle Lagen, feuerbrandmäßig als gering anfällig eingestuft.
Wahl`sche Schnapsbirne
Unter Brennern eine äußerst beliebte Sorte da sie hervorragende Qualitäten liefert (Aroma). Die Frucht ist knapp mittelgross, hat wenig Säure und wenig Gerbstoffe, bei 64° Oechsle ist der Anteil an vergärbarem Zucker hoch. Der Baum wächst mittelstark, gesund und schön, für den landschaftsprägenden Streuobstbau bestens geeignet. Die Feuerbrandanfälligkeit wird als gering eingestuft.
Wilde Eierbirne
Erstmals erwähnt um ca. 1854; Syn.: ‚Hosenbirne‘, ‚Fischäckerin
Reifezeit: Ende September bis Anfang Oktober. Mittelstarker Wuchs mit sehr schöner, gleichmäßiger Krone. Ertrag früh einsetzend, hoch und regelmäßig. Wohlgeformte, mittelgroße, länglich eiförmige Früchte mit hellgrüner, bei Vollreife gelber Schale, auf der Sonnenseite rötlich färbend. Das Fruchtfleisch ist feinzellig.. Der Geschmack ist würzig; Zuckergehalt etwa 15% (60-70° Oechsle).
Empfehlenswert vor allem zum Dörren, Brennen und Mosten. Blütezeit ist mittelfrüh. Schön geformter Baum für den landschaftsprägenden Anbau mit vielseitig verwertbaren Früchten. Allgemein robust und wenig feuerbrandanfällig.
Williams Christbirne
Eigentlich ist diese Sorte für den Streuobstanbau nicht sonderlich geeignet, zu sehr hat sie mit Schorfproblemen zu kämpfen. Sie ist hier trotzdem genannt, weil sie über einen ganz besonderen Geschmack verfügt und bei vielen als unübertroffene Birne für den Frischverzehr, die Konservierung und die Brennerei gilt. Der Baum wächst mittelstark, später eher schwach. Blüte mittelspät, guter Pollenspender, die Erträge setzen früh hoch und regelmäßig ein. Es wird auch eine rotschalige Varietät angeboten.
Zwetschgensorten
Presenta
Spät reifendste Sorte am Markt mit bester Lagerfähigkeit, scharkatolerant und gut schmeckend
Reifezeit: Mitte September bis Anfang Oktober die zurzeit spät reifendste Sorte im Anbau. Mittelstarker Wuchs, lockerer Aufbau mit hängendem Fruchtholz. Sehr früh einsetzender Ertrag, regelmäßig und hoch. Klein bis mittelgroß, Ø 32–36 mm, länglich oval, ähnlich der ‚Hauszwetsche‘, dunkelblau und stark beduftet, Fruchtfleisch gelb bis gelbgrün, fest und saftig, Steinablösbarkeit mittel bis gut. Sehr guter Geschmack, hauszwetschgenähnlich mit wenig Säure. Blütezeit: früh bis mittelfrüh, kurz vor ‚Cacaks Schöne‘. Selbstfertil; Befruchter sind ‚Cacaks Schöne‘, ‚Ortenauer‘, ‚Jojo. Scharkatolerante Sorte für frühe und mittelspäte Lagen, auf Grund der späten Reife weniger für sehr späte Lagen geeignet, für Großmarkt und Direktvermarktung.. Scharkatolerant, für Fruchtmonilia wenig anfällig, für Schrotschuss wenig anfällig.
Toptaste
Reifezeit: Mitte August bis Mitte September, sehr großes Erntefenster. Der Wuchs ist mittelschwach und aufrecht. Ertrag früh einsetzend und hoch. Blau-violette, beduftete, längliche Frucht mit ca. 36 mm Durchmesser, innen gelb, saftig. Sehr guter Geschmack. Blütezeit ist mittelspät. Fremdbefruchtung wird empfohlen. .Eine robuste Sorte mit langer Erntezeit und gutem Geschmack, aufgrund ihres hohen Zuckergehaltes auch zum Brennen geeignet. Scharkatolerant und insgesamt wenig krankheitsanfällig.
Kirschensorten
Lapins
Selbstfruchtbar und guter Pollenspender! Reift Ende Juli Die Frucht ist attraktiv, fest, mäßig saftig, groß süßlich, schwach aromatisch und hat eine rot-braune Grundfarbe, die Deckfarbe ist weinrot. Die aus Kanada stammende Sorte ist standorttolerant, bevorzugt aber wie alle Kirschen frische, durchlässige und humose Böden. Der eher schwache, kompakte Wuchs, bis 6m, eignet vor allem für Hausgärten, Die Verzweigung ist mäßig, Blüte April bis Mai. Neue Sorte, keine langjährigen Erfahrungswerte.
Kordia
Aus Böhmen, seit 1982 im Anbau. Großfrüchtige, herzförmige Knorpelkirsche dunkelrot bis violett-schwarz gefärbt, glänzt sehr schön. Sie ist festfleischig, knackig, sehr saftig, sehr süß mit angenehmer Säure, aromatisch, sehr gute Fruchtqualität und relativ platzfest, manchmal folgernd reifend, für Saft und Konserve allerdings zu wenig färbend. Der Wuchs ist stark mit ausreichend Fruchtholz. Die Erträge setzen früh ein und sind hoch.
Regina
Mittelstarker Wuchs mit mittelgroßer, hoher Krone. Der Ertrag setzt mittelfrüh ein, ist hoch und regelmäßig. Die Früchte sind sehr groß mit dunkelbraunroter Färbung. Das Fruchtfleisch ist relativ hell, fest und mäßig saftig. Die Frucht ist sehr platzfest und schmeckt süß aromatisch. Die späte Blütezeit schützt sie vor Spätfrösten
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