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EU-Wahl wichtig für den Umweltschutz - alle sind gefragt!

Warum engagiert sich der BN dieses Jahr bei der Europawahl? Eigentlich steht der BN für politische Neutralität, aber wenn der Klima- und Artenschutz durch politische Strömungen vor allem von rechts derart in Frage gestellt und ausgehöhlt wird, dann muss auch der BN seine Stimme erheben. So haben die Mitglieder des bayerischen Umweltverbandes sich entschieden, dass es auch die Aufgabe eines Umweltverbandes sein muss, genau auf diese notwendigen politischen Instrumente für einen wirkungsvollen Klima- und Artenschutz hinzuweisen und alle Bürgerinnen und Bürger dazu aufzurufen, bei den kommenden Wahlen denjenigen Parteien ihre Stimme zu geben, die sich tatsächlich für den Schutz der Umwelt einsetzen.

Aus diesem Grund hat die Kreisgruppe des BN ihren Landesbeauftragten, Martin Geilhufe, zu einem Vortrag nach Lindau eingeladen. In Kooperation mit der vhs referierte Geilhufe zum Thema „Demokratie erhalten -  welche Rolle spielt der Klima- und Artenschutz in einer funktionierenden Demokratie“ und machte deutlich, dass ein wirksamer Klima- und Artenschutz auch unsere Demokratie stabilisiert. Denn, so Geilhufe, die Klimakrise führe zunehmend zu globalen Verteilungskämpfen, die in steigende Migrationsbewegung münde. Klimawandelbedingte Veränderungen gefährden nicht nur die Artenvielfalt, sondern auch die menschliche Gesellschaft. In dieser Folge sieht Geilhufe drei Bedrohungen: Einschränkung der Demokratie von innen durch politische Kräfte, Renationalisierungstendenzen wie in Großbritannien (Brexit) oder Kroatien und Auswirkungen des Klimawandels und Artensterbens auf unsere Lebensgrundlagen.

Zudem trage unsachliche und unwahre Nachrichtenverbreitung in den (sozialen) Medien, dazu bei, dass die Meinungsbildung stark von Emotionalität und sogenannten Fake-News geprägt seien. Wenn Markus Söder in einer Talkshow verbreite, dass in Münchner Kitas Fleisch verboten werden sei, dann dann sei die Falschmeldung schon raus, ehe sie überhaupt überprüft sei. In diesem Fall konnte Geilhufe den Speiseplan seines Sohnes aus der Münchner Kita vorlegen mit Schnitzel und Fisch. So aber kämen Unwahrheiten in die Welt und verbreiteten sich ohne Überprüfung der Fakten


„Demokratie erhalten – welche Rolle spielt der Klima- und Artenschutz in einer funktionierenden Demokratie“

Vortrag mit Diskussion:

„Demokratie erhalten – welche Rolle spielt der Klima- und Artenschutz in einer funktionierenden Demokratie“

Referent: Martin Geilhufe, Bund Naturschutz in Bayern e.V.

Am: 23.5.2024, 18.30 Uhr inden Räumen der vhs Lindau (Bodensee), Uferweg 7, 88131 Lindau (B)

 

Ob sauberes Wasser, saubere Luft, der Atomausstieg oder zentrale Errungenschaften im Naturschutz: All das haben wir unserer kostbaren Demokratie zu verdanken. Doch in Zeiten alternativer Fakten und rechtspopulistischer Strömungen gerät vieles in Gefahr. Den Menschen wird zunehmend Angst vor dringend notwendigen Veränderungen gemacht. Scheinlösungen werden präsentiert. Wenn wir jedoch zu einer nachhaltigen Lebensweise finden, schützen wir damit auch unsere Demokratie. Martin Geilhufe wird anhand einiger Beispiele Erfolge der Europäischen Union beleuchten.

 

Martin Geilhufe ist Landesbeauftragter des BUND Naturschutz in Bayern e.V. (BN) sowie Sprecher für internationale Umweltpolitik des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). In seinem Vortrag am 23.5.2024 in Lindau, , wird er der Frage nachgehen, ob man über den Umweltschutz die Demokratie stärken kann, oder ob der Schutz der Demokratie gar von Klimaschutz und Artenschutz abhängig ist.

 

Im Anschluss besteht die Möglichkeit zur Diskussion



Kröten sammeln für Bayerns Natur

BN startet Sammelwoche für 2024.

Vom 22. bis 28. April gehen Kinder, Erwachsene und Jugendliche von Haustür zu Haustür und bitten um Spenden für den BUND Naturschutz in Bayern. 

Auch im Landkreis Lindau beteiligen sich Schulen an der Aktion.

Es ist die größte derartige Aktion im Umwelt- und Naturschutzbereich in Bayern. Mit den Spendengeldern werden zum Beispiel Schutzgrundstücke gekauft, das Engagement für Energiewende und Klimaschutz oder für gentechnikfreie Lebensmittel finanziert. Das Geld wird auch im wörtlichen Sinne für Kröten verwendet. Frösche, Molche und Kröten haben Hilfe dringend nötig. Denn bei ihren Frühjahrswanderungen würden sonst viele von ihnen überfahren werden. Zum Glück gibt es die rund 6.000 freiwilligen Helfer des BUND Naturschutz. Sie bauen Schutzzäune auf und helfen den Tieren über die Straßen. Das rettet jährlich rund 650.000 Amphibien das Leben.

 

Einmal im Jahr sammeln Zehntausende von Ehrenamtlichen an der Haustüre und auf der Straße Spenden, um dieses und viele weitere Projekte zu finanzieren. „Bitte helfen auch Sie mit, dass wir uns weiterhin für den Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen einsetzen können und spenden Sie für den BN. Jeder Euro zählt!“, appelliert Peter Rottner, Landesgeschäftsführer des BN, an alle Freunde der Natur. Spenden können auch direkt auf das Spendenkonto des BN eingezahlt werden:

Sparkasse Schwaben-Bodensee

IBAN DE 59 7315 0000 0000 1333 63
Betreff: Spende HuS-Naturschutz

Wer sich selbst bei der Sammelwoche für die Natur engagieren oder mehr über die Arbeit des BN wissen möchte, kann weitere Informationen über das Büro der Kreisgruppe Lindau anfordern. Bei der Kreisgruppe können sich auch alle melden, die sich selbst gerne für den Erhalt der bayerischen Natur und für eine lebenswerte Umwelt engagieren möchten.


Obstbaumschnittkurse dienen dem Erhalt von Streuobstwiesen

An den ersten beiden Märzwochenenden fanden gut besuchte Obstbaumschnittkurse – ein Jungbaum- und ein Altbaumschnittkurs – des BUND Naturschutz in Lindau statt.

In Zusammenarbeit mit Leonie Funke, der neuen Streuobstberaterin am Landratsamt Lindau, konnte die Kreisgruppe Lindau des BUND Naturschutz in Bayern (BN) zwei Schnittkurse durchführen, die dem Erhalt der Streuobstwiesen im Landkreis dienen.

Streuobstwiesen zählen zu den artenreichsten Lebensräumen in unserer Region und werden seit der Ausrufung des Streuobstpaktes in Bayern durch die bayerische Landesregierung besonders in den Fokus genommen. Bereits im Herbst stellte die Kreisgruppe Lindau des BN bei der Regierung von Schwaben einen umfangreichen Förderantrag und kann nun – dank der zügigen Genehmigung – in den nächsten vier Jahren viele Projekte zum Schutz und der Weiterentwicklung unserer heimischen Streuobstwiesen tun.

Teil des Projektantrages sind die jährlich durchzuführenden Schnittkurse. So wurde in den beiden ersten Märzwochenenden zwei Schnittkurse, ein Jungbaum- und ein Altbaumschnittkurs, angeboten. Besitzer von Streuobstwiesen waren eingeladen daran teilzunehmen und so die alten Bäume durch Pflegeschnitt zu erhalten und die jungen Bäume durch einen guten Erziehungsschnitt zu formen. Die Erhaltungsschnitte bei den alten Bäumen sind besonders wichtig, weil diese Bäume inzwischen häufig einen hohen ökologischen Wert besitzen: Sie sind als Wohnstätte für gefährdete Tierarten, Fledermäuse, Vögel oder Bilche, besonders wertvoll und sollten noch lange auf den Wiesen stehen, bis die jetzigen Jungbäume ebenfalls ein stattliches Alter erreicht haben. „Wir haben momentan eine starke Alterslücke im Streuobstbestand“, so Claudia Grießer, Geschäftsführerin beim BN. Daher sei es jetzt wichtig diese alten Bäume möglichst lange zu erhalten. Dazu zähle auch, die Misteln konsequent auszuschneiden, betont Leonie Funke, die als Referentin an beiden Wochenenden mit viel Geduld die Teilnehmenden schulte. Benjamin Allgaier und Steffen Koyemann ergänzten als Referenten das kompetente Team.

In den kurzen Pausen stärkten sich die Teilnehmenden mit Kaffee und Brezeln, und der BN-Streuobstsaft kam als Erfrischung bei allen gut an: „Da sind unsere sauren Äpfel drin“, berichtete eine Teilnehmerin und alle waren sich einig, dass gerade die leichte Säure dem Saft seinen runden Geschmack verleihe.