Streuwiesenpflege im Rohrach

Zur Biotoppflege kamen acht freiwillige Helfer der BN Kreisgruppe Lindau auf einer Streuwiese in der Rohrachschlucht zusammen.  Ziel der Aktion war, die Auflichtung der stark zugewachsenen Wiesenränder zum Erhalt der vielfältigen  Streuwiese.

Der Grundstücksnachbar der BN-Fläche hatte bereits in den Tagen zuvor im Auftrag des Landschaftspflegeverbandes Lindau-Westallgäu mit geeignetem Werkzeug  eine grobe Entbuschung vorgenommen. Für die Helfer galt es nun, weitere Gehölze zu entfernen und anschließend das sperrige Schnittgut  einen Hang hinauf zu ziehen, da das Grundstück selbst nicht befahrbar ist. Das Material wird anschließend einer Verwertung als Hackschnitzel zugeführt. Zur Nachpflege soll die Fläche auch weiterhin durch regelmäßige Mahd freigehalten werden, um den Artenreichtum der Streuwiese zu erhalten.

Die Biotoppfleger um Gebietsbetreuerin Isolde Miller erhoffen sich durch diese Arbeiten unter anderem, dass sich in einem nun belichteten Kleintümpel Gelbbauchunken ansiedeln. Eine streng zu  schützende Art, welche besonders durch den massiven Verlust an Lebensräumen bedroht ist. In den kommenden Wochen werden auf der Streuwiese und im Randbereich des  Areals die Trollblumen und diverse Orchideenarten blühen. „Diese Vielfalt wollen wir mit den Pflegeeinsätzen erhalten oder sogar steigern,“ erklärt die Gebietsbetreuerin. Die Aktion war Teil einer Maßnahme, die der Landschaftspflegeverband Lindau-Westallgäu in der Rohrachschlucht initiiert und die Förderung durch die Regierung Schwaben beantragt hat..

Insgesamt kamen so an diesem Tag rund 30 freiwillig geleistete Arbeitsstunden im Dienst der Biodiversität zusammen.


Trockenbiotop Ellhofen

Am Freitag, den 26.9. wurde in Ellhofen das Trockenbiotop gepflegt. Es handelte sich hierbei vor allem um eine  Entbuschung, Weiden waren dabei das Hauptproblem. Fünf fleißige Helfer waren dabei und gute drei Stunden damit beschäftigt. Diese Aktion wird jedes Jahr durchgeführt, es wurden auch schon eindeutige Verbesserungen bemerkt. Von Vorteil war die nasse Erde, da es am Tag und in der Nacht davor geregnet hat. So können die z.T. schon kleinen Bäume viel besser herausgezogen werden.


Genhofer Moor

Im Rahmen der Allgäuer Moorallianz tut sich etwas im Genhofer Moor, auch Sinswanger Moos genannt. Dieses Moor ist landkreisübergreifend zum Oberallgäu ein wichtiger Hoch- und Niedermoorkomplex. Der BUND Naturschutz (BN) hat dort schon vor vielen Jahren ein Grundstück gekauft, das wegen seiner besonderen Artenvielfalt herausragend ist. Die freien Flächen wurden seitdem regelmäßig gemäht. Im Winter 2012 hat der BN unter Konzeption von Gebietsbetreuerin Isolde Miller und in Absprache mit der Allgäuer Moorallianz und der Unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt die freie Fläche durch Abholzung vergrößert und kleine Entwässerungsgräben verschlossen, um das Wasser auf dem BN-Grundstück zu halten. „Es gab schon erste Zeichen von Torfmoosansiedlung an lichten Stellen im Fichtenbestand, sodass wir sicher waren, dass die Maßnahme greift“, so die Gebietsbetreuerin für die Allgäuer Moore. Durch die Förderung aus dem Klimaprogramm 2020 wurden diese Arbeiten finanziert und durch ehrenamtliche BN-Helfer unterstützt. Inzwischen wurde über die Moorallianz auch auf anderen Flächen im Sinswanger Moor entbuscht, sodass im Sinswanger Moor nach und nach ein Pflegekonzept umgesetzt werden kann.

Die BN-Kreisgruppe hat ihre Fläche auch in diesem Jahr wieder über den Maschinenring mähen lassen und an einem goldenen Oktobertag die Streue von der Fläche getragen. „Es ist deutlich zu sehen: Das Moor hat wieder begonnen, sich zu regenerieren. Die Torfmoose wachsen, der Faulbaum geht aufgrund der Nässe zurück,“ schwärmt Isolde Miller. „Nun fehlt nur noch, dass der Hochmoorgelbling, ein selten gewordener Schmetterling wieder zurückkehrt,“ hofft sie. Der BN wird im Rahmen der Gebietsbetreuung und gemeinsam mit der Allgäuer Moorallianz das seine dazu tun!


Wettismoos und Rohrachschlucht

Die Biotoppflege ist ein wichtiges Betätigungsfeld des BUND Naturschutz (BN). So wurden auch in diesem Jahr wieder BN-Streuwiesen gepflegt. Dies geschieht zum Erhalt der Artenvielfalt immer erst nach dem ersten September, damit sich seltene Pflanzen wie der Schwalbenwurzenzian dort halten können. Viel Arbeit gibt es immer im Wettismoos, wo die Streue von einem Landwirt gemäht und von BN-Helfern zum Trocknen gewendet und zur Abholung durch den Landwirt herausgetragen. Die BN-Wiese in der Rohrachschlucht wurde in diesem Jahr in Zusammenarbeit mit dem Landschaftspflegeverband Lindau-Westallgäu gepflegt. Dadurch konnten auch zusätzliche Randbereiche und weitere Streuwiesen außerhalb des BN-Eigentums mit einbezogen werden. Die Eigentümer zeigten sich mit der Maßnahme ebenfalls einverstanden. Der Grundstücksnachbar des BN wird bei einer folgenden Entbuschung im Winter auch selbst mit Hand anlegen. Mit Hilfe von freiwilligen Helferinnen und Helfern wurde die Streu von der Wiese geholt. Dabei war es notwendig, das Gras auf Planen einen steilen Hang hinaufzuziehen, da das Grundstück selbst nicht befahrbar ist.  Die Streu wurde wie im Wettismoos vom  Bio-Landwirt Wuggezer abgeholt, der es für seine Milchvieh- und Pferdehaltung verwendet. Zum Abschluss der Arbeiten gab es für die Ehrenamtlichen eine leckere Brotzeit. Wer Lust hat bei einem Biotoppflege-Einsatz des BUND Naturschutz dabei zu sein, kann sich im Naturschutzhäusle unter Tel. 08382887564 und E-post lindau@bund-naturschutz.de melden.