Genhofer Moor

Im Rahmen der Allgäuer Moorallianz tut sich etwas im Genhofer Moor, auch Sinswanger Moos genannt. Dieses Moor ist landkreisübergreifend zum Oberallgäu ein wichtiger Hoch- und Niedermoorkomplex. Der BUND Naturschutz (BN) hat dort schon vor vielen Jahren ein Grundstück gekauft, das wegen seiner besonderen Artenvielfalt herausragend ist. Die freien Flächen wurden seitdem regelmäßig gemäht. Im Winter 2012 hat der BN unter Konzeption von Gebietsbetreuerin Isolde Miller und in Absprache mit der Allgäuer Moorallianz und der Unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt die freie Fläche durch Abholzung vergrößert und kleine Entwässerungsgräben verschlossen, um das Wasser auf dem BN-Grundstück zu halten. „Es gab schon erste Zeichen von Torfmoosansiedlung an lichten Stellen im Fichtenbestand, sodass wir sicher waren, dass die Maßnahme greift“, so die Gebietsbetreuerin für die Allgäuer Moore. Durch die Förderung aus dem Klimaprogramm 2020 wurden diese Arbeiten finanziert und durch ehrenamtliche BN-Helfer unterstützt. Inzwischen wurde über die Moorallianz auch auf anderen Flächen im Sinswanger Moor entbuscht, sodass im Sinswanger Moor nach und nach ein Pflegekonzept umgesetzt werden kann.

Die BN-Kreisgruppe hat ihre Fläche auch in diesem Jahr wieder über den Maschinenring mähen lassen und an einem goldenen Oktobertag die Streue von der Fläche getragen. „Es ist deutlich zu sehen: Das Moor hat wieder begonnen, sich zu regenerieren. Die Torfmoose wachsen, der Faulbaum geht aufgrund der Nässe zurück,“ schwärmt Isolde Miller. „Nun fehlt nur noch, dass der Hochmoorgelbling, ein selten gewordener Schmetterling wieder zurückkehrt,“ hofft sie. Der BN wird im Rahmen der Gebietsbetreuung und gemeinsam mit der Allgäuer Moorallianz das seine dazu tun!


Wettismoos und Rohrachschlucht

Die Biotoppflege ist ein wichtiges Betätigungsfeld des BUND Naturschutz (BN). So wurden auch in diesem Jahr wieder BN-Streuwiesen gepflegt. Dies geschieht zum Erhalt der Artenvielfalt immer erst nach dem ersten September, damit sich seltene Pflanzen wie der Schwalbenwurzenzian dort halten können. Viel Arbeit gibt es immer im Wettismoos, wo die Streue von einem Landwirt gemäht und von BN-Helfern zum Trocknen gewendet und zur Abholung durch den Landwirt herausgetragen. Die BN-Wiese in der Rohrachschlucht wurde in diesem Jahr in Zusammenarbeit mit dem Landschaftspflegeverband Lindau-Westallgäu gepflegt. Dadurch konnten auch zusätzliche Randbereiche und weitere Streuwiesen außerhalb des BN-Eigentums mit einbezogen werden. Die Eigentümer zeigten sich mit der Maßnahme ebenfalls einverstanden. Mit Hilfe von acht freiwilligen Helferinnen und Helfern wurde die Streu von der Wiese geholt. Dabei war es notwendig, das Gras auf Planen einen steilen Hang hinaufzuziehen, da das Grundstück selbst nicht befahrbar ist.  Die Streu wurde wie im Wettismoos von einem Landwirt abgeholt, der es für seine Milchvieh- und Pferdehaltung verwendet. Zum Abschluss der Arbeiten gab es für die Ehrenamtlichen eine leckere Brotzeit. Wer Lust hat bei einem Biotoppflege-Einsatz des BUND Naturschutz dabei zu sein, kann sich im Naturschutzhäusle unter Tel. 08382887564 und E-post lindau@bund-naturschutz.de melden.