Streuobstprojekt: geänderte Annahmetermine!

Auch in diesem Jahr findet wieder die Obstannahme für das Apfelsaftprojekt des BUND Naturschutz mit der Lindauer Bodensee Fruchtsäfte GmbH statt. Dabei werden von unter Vertrag stehenden Landwirten Äpfel zu den Annahmestellen in Hergatz und Schwatzen gebracht. Die Annahmezeiten für  Montag bei der BayWa in Hergatz sind von 09:00-12:00 Uhr und von 13:00-17:00 Uhr, bzw. Dienstag bei der Schwatzenmühle von 14:00-18:00 Uhr. Aufgrund der geringen Erntemengen in diesem Jahr wird das Obst an der jeweiligen Annhamestelle nur noch alle zwei Wochen entgegengenommen:

Di. 12.09. Schwatzen

Mo. 18.09. Hergatz

Di. 26.09. Schwatzen

Mo. 02.10. Hergatz

Di. 10.10. Schwatzen

Mo.16.10. Hergatz

Di. 24.10. Schwatzen

Mo. 30.10. Hergatz (bei Bedarf)

Wir hoffen, dass diese Lösung im Sinne aller Beteiligten ist. Auf diese Weise wird weiterhin eine wöchentliche Obstannahme gewährleistet.

Der für das Obst gezahlte Preis ist höher als der für konventionelle Mostäpfel, im Gegenzug verpflichten sich die Obstbauern die Qualität der Ware und den Erhalt ihrer Streuobstwiesen zu garantieren, sowie nicht chemisch zu düngen und zu spritzen. Auf diese Weise wird die natürliche Artenvielfalt dieser Lebensräume geschützt und gleichzeitig die schonende Bewirtschaftung unterstützt. Der aus Streuobst hergestellte Apfelsaft in 1-Liter-Glasflaschen mit Etikett der Lindauer Bodensee Fruchtsäfte GmbH und des Bundes Naturschutz ist wie üblich im Getränkehandel erhältlich.

Das Lindauer Apfelsaftprojekt ist eine Erfolgsgeschichte. Beteiligt sind zwischenzeitlich über 100 Bauern des Landkreises von Sigmarszell bis Gestratz mit 2000 hochstämmigen Apfelbäumen, die Lindauer Bodenseefruchtsäfte GmbH und die BN-Kreisgruppe. Auf Anregung der Kreisgruppe reichte die Herstellerin den Apfelsaft bei der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft (DLG) zur Prämierung ein. Ergebnis: Der Apfelsaft ohne Zucker und Konservierungsstoffe wurde 2010 mit einer Goldmedaille ausgezeichnet. Ein Qualitätsbeweis von höchster Bedeutung! Wir gratulieren der Firma in Schönau recht herzlich, danken aber auch den vielen Bauern, die zu diesem Projekt stehen, die Bäume nicht spritzen, bei höherem Aufwand aber mehr Geld erhalten. Dadurch werden wertvolle Lebensräume gesichert und erhalten. Ein Dankeschön aber auch an unsere Schatzmeisterin und Obstbaumeisterin Birgit Mäckle-Jansen. Sie bildet das organisatorische Scharnier in dieser Dreiecksverbindung.

Der Streuobstanbau hatte im 19. und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine große kulturelle, soziale, landschaftsprägende und ökologische Bedeutung. Durch die Intensivierung der Landwirtschaft sowie durch das Bau- und Siedlungswesen wurden jedoch Streuobstwiesen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts stark dezimiert. Heute gehören sie zu den am stärksten gefährdeten Biotopen Mitteleuropas.


Der Streuobstanbau hatte im 19. und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine große kulturelle, soziale, landschaftsprägende und ökologische Bedeutung. Durch die Intensivierung der Landwirtschaft sowie durch das Bau- und Siedlungswesen wurden jedoch Streuobstwiesen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts stark dezimiert. Heute gehören sie zu den am stärksten gefährdeten Biotopen Mitteleuropas.

"Unsere Idee - unser Saft - unsere Ehrung"

 

 

 


Streuobstausstellung

Wir haben eine Wanderausstellung zum Thema Streuobst, die gerne ausgeliehen werden kann. Sie besteht aus 19 Tafeln. Nachfragen an die Geschäftsstelle.