
ZWACKEL und ZWUCKEL reisen für den Bund Naturschutz

Regional und saisonal
Ein Buch zum Vorlesen, geschrieben von der Lindenberger Kinderbuchautorin Tamara Faye, macht sich auf den Weg durch Kindergärten und Grundschulen, um einerseits die Zuhörer*innen spannend an Abenteuer im Zauberwald zu fesseln und andererseits für einen respektvollen Umgang mit der Natur zu sensibilisieren.
Aufgeteilt in die vier Jahreszeiten gibt das Werk die Möglichkeit für Groß und Klein in die Welt der Wichtel und Tiere einzutauchen, unterstützt durch kindgerechte Illustrationen, Basteltipps und Lieder.
Durch Lesungen der praktizierenden Erzieherin, bei denen sie Spenden für den Schutz der Natur gesammelt hat, kam im Laufe des vergangenen Jahres die stolze Summe von € 500 zusammen. Die Kreisgruppe Lindau des Bund Naturschutz in Bayern e.V. bedankt sich herzlich bei Fr. Faye für diese großzügige Spende.
Saisonabschluss auf der Hinteren Insel in Lindau

Bei schönstem Wetter haben die vier Vereine auf der Hinteren Insel in Lindau, das „Hintere Kollektiv“, am letzten Septemberwochenende den Saisonabschluss gefeiert. Jung und Alt konnten sich beim Season-Closing an der Kletterwand des Alpenvereins DAV versuchen, Skaten üben mit Move e.V., oder der Musik von KuMoP e.V. lauschen. Für Kreative bot die Kreisgruppe Lindau des Bund Naturschutz eine Bastelaktion mit Treibholz und Naturmaterialien an. Christiane Winkler, Christoph Stellmacher, Isolde Miller und Dominik Fiegle vom BN unterstützten die Kinder beim Malen, Basteln und Bohren. Dabei entstanden nach den Worten von Dominik tolle Bilder, schöne Tierfiguren und super Holzboote. Die Kinder seien sehr kreativ gewesen und die drei Bastelstationen des BN waren nach seinen Worten immer gut besucht. Alles in allem konnte das „Hintere Kollektiv“ erneut zeigen, was alles in guter Kooperation unterschiedlicher Akteure möglich ist.
Bat Nights in Lindau und Lindenberg

Fledermäuse faszinieren! Sie sehen mit ihren Ohren, fliegen mit ihren Händen und schlafen mit dem Kopf nach unten. Und das tun sie schon seit ungefähr 50 Millionen Jahren. Es gibt auf der Erde heute mehr als 1.400 Fledermausarten, 25 davon sind bei uns in Deutschland heimisch. Diese und viele andere Informationen erhielten die knapp 60 Kinder und Erwachsenen bei den jährlichen Bat Nights in Lindau und Lindenberg. Die Kreisgruppe des Bund Naturschutz hatte dazu (Ende Juli und Anfang August) eingeladen. Besonders beeindruckend war der Auftritt zweier flugunfähiger Fledermäuse, die aus der Auffangstation von Doris Hoz stammten. Hoz hatte sie mitgebracht und so konnten die Teilnehmenden die beiden nur wenige Gramm schweren Schützlinge – Heike und Flora- aus nächster Nähe beobachten. Mit einem Bat-Detektor machte Fledermausexperte Rudolf Zahner anschließend die für uns Menschen sonst unhörbaren Rufe der Fledermäuse hörbar. Dadurch war es möglich, die Säugetiere bei ihren nächtlichen Aktivitäten zu beobachten und mehr über ihr Verhalten zu erfahren. Zahner berichtete auch über die Bedrohungen, denen Fledermäuse ausgesetzt sind. Dazu gehört etwa die zunehmende Trockenheit. Fazit der Bat Nights: Jede und jeder kann dazu beitragen, dass Fledermäuse auch in Zukunft bei uns zu Hause sind. Futter und Unterschlupf sind hier die wichtigsten Faktoren. „Wo Insekten sind, sind auch Fledermäuse, da sie hier jagen können“ fasste Rudolf Zahner ganz knapp zusammen. Unterschlupf bieten z.B. alte Bäume, Fledermauskästen oder einfache Spalten an Gebäuden.
Jugendliche aus Lindau zeigen Müll die rote Karte

Mehr als 70 Schüler*innen der Jahrgangsstufe 10 des Valentin-Heider-Gymnasiums in Lindau haben sich zusammen mit ihren Lehrerinnen aktiv am Umweltschutz beteiligt. Kurz vor Beginn der Sommerferien sammelten die Jugendlichen an drei Tagen am Bodenseeufer und auf der Lindauer Insel Müll ein. Im Rahmen einer Projektwoche zum Thema Klimakrise streiften sich die Schüler*innen Handschuhe über und machten sich, ausgerüstet mit Zangen und Eimern, auf den Weg. Neben hunderten von Zigarettenkippen fischten die Zehntklässler vor allem Plastikverpackungen und Glasflaschen aus Büschen oder unter Bänken hervor. Zu den größeren Fundstücken gehörten drei Autoreifen, ein Gullideckel, ein Teppich, eine Yogamatte, mehrere Umhängetaschen, Unterhosen, Badelatschen, Handtücher, zwei Backbleche, eine Halterung für eine E-Bike-Batterie, Geldscheine und zerrissene Pässe. Für ihren Einsatz wurden die Sammler*innen von ihren Lehrerinnen mit einer kleinen Süßigkeit belohnt. Eine der Teilnehmenden zeigte sich überrascht über die vielen Kippen, die am Ufer, auf Rasenflächen oder auf Wegen lagen. Damit habe sie nicht gerechnet. Die Aktion wurde vom Bund Naturschutz organisiert und von den Garten- und Tiefbaubetrieben Lindau (GTL) unterstützt.
Wildkräuterführung mit Freia Burkhardt im Ellhofer Tobel

Pflücken, riechen und probieren, so lautete das Motto der Führung von Freia Burkhardt. Dreizehn Interessierte folgten der Kräuterexpertin Anfang Juli durch den Ellhofer Tobel. Und es gab einiges zu bestaunen: So berichtete Freia Bukhardt über die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten von Wildkräutern. Dazu gehört auch der „Stinkende Storchschnabel“, auch Ruprechtskraut genannt. Die Pflanze, welche stinkt, kann zum Beispiel auch bei Nierenbeschwerden angewendet werden. Zum Abschluss der Führung wurde aus den gesammelten Kräutern Oxymel zubereitet, ein traditionelles Hausmittel. Es wird meist mit Wasser verdünnt getrunken und soll unter anderem das Immunsystem stärken. Alle Teilnehmenden durften sich das Mittel als kleines Andenken mit nach Hause nehmen. Anfang September bietet Freia Burkhardt eine weitere Führung im Ellhofer Tobel an, dann stehen die Früchte und Samen des Spätsommers im Mittelpunkt.
Ameisen-Ausstellung in Lindau

Wie riechen Waldameisen, wie schmeckt der Inhalt aus ihrem Magen, wie krabbeln sie und wie fühlt sich der Chitinpanzer der Insekten an? Diese und andere Fragen hat der Ameisenexperte Franz Gregetz am letzten Juniwochenende in den Räumen der Volkshochschule Lindau beantwortet. Und er ermöglichte den Besucher*innen etwas ganz Besonderes. Sie konnten unter anderem den Mageninhalt von Ameisen probieren. Besucher*innen der dreitägigen Ameisenausstellung auf der Hinteren Insel waren voll des Lobes. „Wir haben viel interessantes erfahren“, hieß es etwa von der Kindergruppe des Bund Naturschutz. “Wer hat schon zwei Gehirne und zwei Mägen”, sagte ein Gast. Worauf die Ausstellung aber auch aufmerksam machte, ist die Lage der Ameisen. So wirkt sich laut Gregetz der allgemeine Insektenrückgang auf die Hautflügler aus. Sie haben dadurch weniger Nahrung und die Bestände verkleinern sich. Die Ameisenausstellung wurde von der VHS und dem Bund Naturschutz veranstaltet und aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz gefördert.
Gewässerproben im Landkreis Lindau


Wie geht es unseren Bächen? Dieser Frage geht unser Gebietsbetreuer Daniel Schwarz derzeit mit einigen Interessierten im Landkreis Lindau nach. Am Sonntag, den 17. Mai, traf sich die Gruppe am Hochtobelbach in Malleichen unweit von Gestratz. Bei dem Bach handelt sich um einen kleinen, ein bis zwei Meter breiten Zufluss zur oberen Argen. Die fünf Teilnehmenden untersuchten einen kleinen Abschnitt des Gewässers. Sie gingen dabei in zwei Teams vor. Mithilfe von Beispielbildern bestimmte ein Team unter anderem die Laufkrümmung und die Talform. Die Daten geben Auskunft über die Gewässerstruktur. Untersucht wurde aber auch die Wasserchemie/Wasserphysik. Mithilfe eines Testkits konnten die Teilnehmenden die Temperatur und Leitfähigkeit sowie den Nitrat- und Phosphatgehalt des Wassers bestimmen und dokumentieren. Für alle sei es ein erkenntnisreicher Tag gewesen, sagte Daniel Schwarz. Einer der Höhepunkte war aus seiner Sicht das Entdecken mehrere Krebse im Bach. Demnächst gibt es einen weiteren Termin im Rahmen des FLOW-Projektes. Dann geht es um die Frage, welche wirbellosen Tiere (u.a. Köcher-, Eintags- und Steinfliegen, Libellenlarven, Bachflohkrebse und Wasserschnecken) kommen in welcher Häufigkeit im Bach vor und wie ist vor diesem Hintergrund die Pestizidbelastung des Gewässers zu bewerten. Wer also Interesse hat und sich damit vielleicht schon auskennt (keine Voraussetzung), ist herzlich willkommen und kann sich bei Daniel Schwarz melden. (Tel: 08382 – 887564/lindau.bund-naturschutz.de) In diesem Jahr wird nur der Hochtobelbach in Malleichen untersucht, im nächsten Jahr soll das Projekt erweitert werden. Ziel von FLOW ist es, gemeinsam mit Bürger*innen mehr über den ökologischen Zustand kleiner Bäche zu erfahren. Die mit den Teilnehmenden erhobenen Gewässerdaten fließen in ökologische Studien ein. Darauf aufbauend möchten die beteiligten Forschungsinstitute künftig lokale und regionale Strategien zum Gewässerschutz entwickeln und mit teilnehmenden Gruppen und relevanten Akteuren vor Ort umsetzen. FLOW ist ein Projekt des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung Halle-Jena-Leipzig, des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung und des Deutschen Angelfischerverband e.V..
BN-Jahreshauptversammlung in Lindenberg:Vorsitzender Schuff erinnert an Gründung

Die Kreisgruppe Lindau des Bund Naturschutz hat einen neuen Vorstand. Auf der Jahreshauptversammlung am 4. Mai in Lindenberg wählten die Mitglieder Dr. Maximillian Schuff erneut in das Amt des 1. Vorsitzenden. Er führt die Kreisgruppe damit weitere vier Jahre an. Zu seinen Stellvertretern wurden Sonja Kugler und Peter Koch gewählt. Zum Auftakt der Sitzung hatte Schuff an die Gründung der Kreisgruppe vor fast 55 Jahren in Lindenberg erinnert und das Engagement der Beteiligten gelobt. Sie hätten beschlossen, Verantwortung für die Region zwischen Seeufer und Alpen zu übernehmen. Mehr als ein halbes Jahrhundert sei der Bund Naturschutz nun Anwalt für die Natur, so der wiedergewählte Vorsitzende. Das bedeute zwangsläufig auch Konflikte, unter anderem mit den Kommunen im Landkreis. Der BN sei unbequem und manchmal hart in der Sache, aber immer sachlich und begründet. Schuff würdigte in seiner Rede auch zahlreiche langjährige Mitgliedschaften, darunter neunmal 40 Jahre. Das sei nicht nur bemerkenswert, sondern auch ein starkes Zeichen für Verlässlichkeit und Überzeugung. Zu den Gästen der Jahreshauptversammlung gehörte auch der neue Bürgermeister von Lindenberg, Peter Stahl. Mit Interesse verfolgte Stahl den Vortrag des Insektenkundlers Alfred Karle-Fendt, der zum Thema Wiesen sprach. Karle-Fendt rief dazu auf, für den Erhalt von Wiesen zu kämpfen, um die Artenvielfalt zu sichern. Es sei eine neue Denkweise im Naturschutz nötig, betonte der Insektenkundler. In Wiesenbereichen sollten Abschnitte stehengelassen werden, um vielen inzwischen selten gewordenen Arten Zeit für Ihre Entwicklung zu geben. Der Gebietsbetreuer des BN im Landkreis Lindau, Daniel Schwarz, wies in seinem Bericht auf das zunehmende Problem mit Stand Up Paddeling/Stehpaddeln auf dem Bodensee hin. Immer häufiger würden dabei Vögel gestört, so Schwarz. Hier sei mehr Aufklärung nötig. BN-Geschäftsstellenleiter Dominik Fiegle stellte in seinem Rückblick unter anderem den Amphibienschutz heraus. So hätten Mitglieder und Freiwillige zuletzt tausende Tiere bei ihrer Laichwanderung unterstützt. Im Bereich der Umweltbildung informierte der BN mehrere Schulklassen unter anderem über die wertvollen Streuobstwiesen.
Europatag in Lindau: BN wirbt für Naturschutz

Zahlreiche Besucher*innen des Europatages an der Hafenpromenade in Lindau haben am Samstag, den 9.5. 2026, den Stand des Bund-Naturschutz besucht. Ob Klein oder Groß, alle drehten das Glücksrad und beantworten Fragen zum Bodensee, zum Rhein oder zu Streuobstwiesen. Neben neu gewonnenem Wissen gab es zur Belohnung unter anderem ein leckeres Stück Bio-Apfel aus Wasserburg. Viele der Besucher*innen freuten sich auch über ein Glas Apfelsaft von Streuobstwiesen aus dem Landkreis Lindau und schwärmten von dem tollen Geschmack. Am BN-Stand gab es umfangreiche Informationen zum Bodensee. Auf großen Schautafeln konnten Interessierte die verschiedenen Fischsorten kennenlernen, die im See leben. Aber auch Interessantes über neue Arten, über die Zuflüsse des „Schwäbischen Meeres“, über die Wasserqualität und schutzbedürftige Pflanzen gab es zu erkunden. Wer wollte, durfte sich zudem einen Taschenaschenbecher mitnehmen, denn Zigarettenkippen in der Umwelt waren Thema am Stand des BN. Geschäftsstellenleiter Dominik Fiegle und der Bundesfreiwillige Thomas Bücker freuten sich über zahlreiche gute Gespräche mit Menschen, die nicht nur aus dem Landkreis Lindau zum Europatag an der Hafenpromenade gekommen waren. Viele von Ihnen betonten, wie wichtig es sei, die Natur zu schützen.
Müllsammelaktion am Bodenseeufer

Mehr als 40 freiwillige Helfer*innen haben im März Müll am Ufer des Bodensees eingesammelt. Sie folgten einem Aufruf des BN-Naturschutzes und des DAV Lindau zur großen Seeputzete. Ausgestattet mit Handschuhen, Müllzangen, Eimern und Säcken machten sich die Umweltschützer*innen und Mitarbeitende der Firma Xomox auf den Weg - insbesondere im Uferpark Wäsen, im Lotzbeckpark und am Kleinen See in Lindau. Dabei kamen zahlreiche prall gefüllte Müllsäcke zusammen. Im Wäsen sammelten die Freiwilligen nach Angaben von BN-Gebietsbetreuer Daniel Schwarz vor allem Plastikmüll ein, am Lotzbeckpark laut DAV insbesondere Zigarettenkippen. Nach dem rund zweistündigen Einsatz bei bestem Wetter gab es dann für alle Teilnehmenden, darunter auch Kinder, Butterbrezeln, die die Stadt spendiert hatte. Den Müll holten schließlich Mitarbeiter der Garten- und Tiefbaubetriebe Lindau (GTL) ab. Die GTL hatte Material (Müllzangen, Eimer und Säcke) zum Sammeln bereitgestellt.
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