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Liebe Aktive und Interessierte,
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in unserem Newsletter halten wir Euch mit News aus dem Naturschutzhäusle und dem Landkreis auf dem Laufenden. Außerdem erfahrt ihr das Wichtigste zu unseren Projekten und Spannendes aus der Natur. Viel Spaß beim Lesen.
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Neues aus dem Häusle
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Geschäftsstellenleiter Dominik Fiegle hat geheiratet. Dominik gab seiner langjährigen Freundin Jana im August das „Ja“-Wort. Wir freuen uns mit dem jungen Paar!
Unser Gebietsbetreuer Daniel Schwarz geht in Elternzeit. Von Oktober an übernimmt Dominik Fiegle für sieben Monat seine Aufgaben. Im April 2027 kehrt Daniel dann auf seinen Platz zurück. Wir wünschen ihm eine gute Elternzeit.
Taschenaschenbecher sind gerade der Renner am Häusle. Auf dem Tisch vor der Geschäftsstelle können sich Fußgänger*innen und Radler*innen kostenlos bedienen. Jede Zigarettenkippe, die in so einem Döschen landet und nicht auf dem Boden, ist ein Gewinn für die Umwelt.
Sonnenblumen sind jetzt, durch den lange anhaltend, niedrigen Wasserstand auf dem Uferabschnitt vor dem Naturschutzhäusle aufgetaucht. Sie erblühten an Stellen, wo sonst das Wasser des Sees steht. Mit ihrer kräftigen gelben Blüte lockten die Sonnenblumen zahlreiche Insekten an, unter anderem eine blauschwarze Holzbiene. Unsere „Sabine“ aus dem Häusle war bei diesem Anblick hin und weg.
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Wusstest du,
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dass der „Allgäuer Kalvill“ eine junge Apfelsorte ist. Er ist angeblich ein Sämling der Sorte Josef Musch und wurde 1951 erstmals beschrieben. Als Verbreitungsgebiet wird das württembergische Allgäu im Bereich Wangen und Kißlegg angeführt. Doch auch im Kreis Lindau konnten Bäume dieser Sorte nachgewiesen werden. Es handelt sich um eine junge Sorte, die Muttersorte Josef Musch wurde erst 1872 erstmals erwähnt. Die Früchte sind wegen ihres Zucker-Säure-Verhältnisses gut zur Herstellung von Most geeignet. Der Sortenname gibt nicht nur einen Hinweis auf das Verbreitungsgebiet, sondern auch auf ein charakteristisches Sortenmerkmal: als kallvillartig werden die deutlichen Höcker im Kelchbereich der Frucht bezeichnet.
Der „Allgäuer Kalvill“ ist ein Winterapfel und gilt als gefährdet. Zur Anbaueignung und Widerstandsfähigkeit finden sich unterschiedliche Aussagen. So kann auf ungünstigen Standorten vermehrt Ostbaumkrebs auftreten. Heuer werden auch über die BUND Naturschutz Streuobstsammelbestellung wieder einige neue Allgäuer Kalvill Bäume im Landkreis gepflanzt. Die Streuobstbäuer*innen tragen so zum Erhalt dieser Regionalsorte bei.
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Herbstzeit ist Spinnenzeit
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Gefühlt sitzen, hängen und krabbeln gerade überall Spinnen durch die Gegend. Der Herbst ist ihre Zeit. Zahlreiche heimische Arten, wie die Radnetz- und Kreuzspinnen, sind jetzt voll ausgewachsen. Sie bauen nun die größten und stabilsten Netze, die dadurch stark ins Auge fallen. Zudem beginnt für viele Spinnen die Paarungszeit. Vor allem geschlechtsreife Männchen verlassen ihre Verstecke und wandern aktiv auf der Suche nach Weibchen umher. Dabei begegnen sie uns auch vermehrt an Hauswänden oder in Wohnungen. Dort lassen sich viele Spinnen gerne an einem warmen, trockenen Platz, in einer Zimmerecke, hinter einem Schrank oder Vorhang nieder. Sie versuchen so, den Winter zu überstehen. Da Spinnen nützliche Tiere sind, die uns manch anderen ungern gesehenen Gast vom Leibe halten, immer nur die Reste der Spinnenmahlzeit entfernen, die meist auf dem Boden liegt, nicht die Spinne selbst.
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Tonnen von Streuobstwiesen-Äpfeln
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Die Kreisgruppe des Bund Naturschutz in Lindau nimmt seit Mitte August wieder Streuobst aus dem Landkreis an. Jeweils montags und dienstags stehen Sabine Schäfer und Norbert Beer bereit, um Äpfel von Transportern in Container umzufüllen. Anlaufstellen sind in Hatzenweiler und Schwatzen. „Wiegen und abladen, wiegen und abladen“, so sei es den ganzen Tag gegangen, berichtete Sabine. Sie brachte fürs Häusle Kostproben mit, unter anderem schöne „Oberländer“, „Berner Rosen“, „Goldrenette“, den „Galloway Pepping“ und den „Herrenhut” (Weihnachtsapfel) Das Häusle duftet gerade wunderbar nach den Äpfeln. Sabine sagte, die Streuobstwiesenbesitzer*innen seien mit den verrücktesten Gefährten zu den Annahmestellen gekommen und hätten mehr als 200 Tonnen Früchte geliefert. Diese werden von der Lindauer Fruchtsäfte GmbH zum leckeren Bund Naturschutz Streuobstsaft gepresst. Bereits seit 2003 organisiert der BN die Obstannahme.
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Gebietsbetreuung - Die BN Fläche im Sinswanger Moor
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Im Sinswanger Moor nahe Oberstaufen liegt eine der Flächen, die der BUND Naturschutz in Bayern besitzt. Das Sinswanger Moor beinhaltet viele verschiedene Lebensräume, die auch durch die vielfältige Nutzungsgeschichte entstanden sind. Neben Streuwiesen und Hochstaudenfluren an Gewässern sind auch Hochmoorflächen enthalten. Unsere Fläche ist ein sogenantes “geschädigtes Hochmoor”, das durch Entwässerung und Torfstiche zu Schaden gekommen ist. Die gute Nachricht: Diese Fläche ist möglicherweise noch auf natürlichem Wege regenerierbar. Aktuell wachsen auf der Fläche auch noch Arten wie die “Moosbeere”, das “Scheidige Wollgras” und der “Rundblättrige Sonnentau”. Auch der stark gefährdete “Langblättrige Sonnentau” kommt noch im Sinswanger Moor vor.
Wieso die Biotoppflege?
Das grundsätzliche Problem liegt im Wasserstand. Dieser ist durch die umliegende Entwässerungsgräben zu gering. Das führt in der Folge zum Aufwuchs von Büschen und Bäumen, wie z.B. dem Faulbaum. Dadurch werden die oben erwähnten Arten verdrängt. Deshalb wird einmal im Jahr die Fläche gemäht. In Aktionen mit freiwilligen Helfer*innen räumen wir dann das Schnittgut von der Fläche ab, damit die seltenen, auf den Moorstandort angepassten Pflanzen und Tiere erhalten bleiben. Falls Sie Lust haben mit zu machen und dabei noch was über das Moor zu lernen, melden Sie sich unter gebietsbetreuung-lindau@bund-naturschutz.de.
Um das grundsätzliche Problem zu lösen, arbeiten wir und viele weitere Landschafts- und Naturschutzverbände daran, größere, zusammenhängende Gebiete wieder zu vernässen, d.h. die Entwässerungsgräben zu schließen und den Wasserstand wieder anzuheben. Das würde den Faulbaum und Co. auf lange Sicht fernhalten und das wertvolle Moor schützen. Dafür benötigen wir aber das Einverständnis der Eigentümer oder müssen die Flächen selbst im Besitz haben. Wie Sie dabei helfen können finden Sie unter folgendem Link heraus: https://www.bund-naturschutz.de/spenden-helfen/spenden/schutzgrundstuecke
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Laux-Konzept in Lindau wird teilweise aufgehoben: BN begrüßt Ratsentscheidung
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In Lindau hat der Stadtrat eine wichtige Entscheidung mit Blick auf eine Bebauung im Bereich Reutin-Süd getroffen. Das sogenannte Laux-Konzept von 2014, das von der Laux Architekten GmbH erarbeitet wurde, wird teilweise aufgegeben. Das Konzept ist nach Auffassung der Stadtverwaltung heute nicht mehr tragfähig, unter anderem wegen der Anforderungen an den Natur- und Klimaschutz. Außerdem schränken inzwischen denkmalgeschützte Gebäude in der Ladestraße die Entwicklungsmöglichkeiten ein. Die Kreisgruppe des Bund Naturschutz begrüßt die Entscheidung des Stadtrats. Der Vorsitzende Maximillian Schuff spricht von einem positiven Signal. Er verweist auf die BN-Devise: "Natur statt Beton". Für Schuff geht die teilweise Aufgabe des Laux-Konzeptes aber nicht weit genug. Der Bund Naturschutz lehne eine Wohnbebauung südlich der Gleise zwischen Bregenzer Straße und Campingplatz weiterhin ab. Dementsprechend sehe der BN den Punkt Bürgerbeteiligung "Eichwaldquartier" skeptisch und werden diesen kritisch begleiten.
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Termine
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Im Zeitraum vom 14.bis 20. Obtober
Sinswanger Moor
Gemeinsam räumen wir abgemähte Gräßer und Gebüsch von der Moorfläche, um den Moorpflanzen wieder einen besseren Lebensraum zu bieten. Eine gemeinsame Brotzeit und Spannendes über das Moor, darf dabei nicht fehlen.
Alle Infos ›
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Freitag 16. Oktober, 19:00-21:00 Uhr
Online
Online-Seminar zum Welternährungstag mit Referent*innen zu Umweltschutz, globaler Gerechtigkeit und Frieden. Was wir essen verändert die Welt! - Finden Sie heraus wie Sie ihren ökologischen Fußabdruck in Sachen Ernährung um die Hälfte reduzieren können.
Alle Infos ›
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Bitte helfen Sie mit!
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Der BUND Naturschutz in Bayern e.V. (BN) ist der älteste und größte Umweltschutzverband Bayerns. Wir retten Tiere, Pflanzen und Landschaften überall im Freistaat. Von Konzernen oder Parteien nehmen wir kein Geld an. Erst die Unterstützung unserer Mitglieder ermöglicht es uns, Bayerns Schönheit zu bewahren.
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Copyright BUND Naturschutz in Bayern e. V.
Herausgeber Kreisgruppe Lindau BUND Naturschutz in Bayern e.V., vertreten durch Max Schuff (1. Stellvertreter) Lotzbeckweg 1, 88131 Lindau Redaktion: Dominik Fiegle
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Bilder: Sonnenblume vor Aeschacher Bad - Sabine Schäfer, Allgäuer Kalvill - Thomas Bosch, Spinnennetz - Marcus Bosch, Streuobstcontainer - Sabine Schäfer, Sonnentau - Kai Frobel.
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