Exkursion durchs Wildrosenmoos

Am 25.Juni 2015 führte Gebietsbetreuerin Isolde Miller eine Gruppe von vierzehn Naturinteressierten  bei strahlendem Sonnenschein auf dem Grenzerpfad durch das Wildrosenmoos.  Hierbei erklärte Sie nicht nur  die Naturschätze dieser einmaligen Landschaft,  sondern erzählte auch spannende Schmugglergeschichten und Sagen rund um das Wildrosenmoos.

 

„Naturschutz im Dialog“ – Resümee der Veranstaltung des BUND Naturschutz in Lindau

Am Dienstag, den 10.03.2015 fand um 20 Uhr im Gasthof Adler in Oberreute die Veranstaltung „Naturschutz im Dialog“ statt. Ausgerichtet wurde diese von der Kreisgruppe Lindau des BUND Naturschutz (BN) mit Unterstützung der Familie Kretz, die dem BN Ihren Saal, trotz Urlaub, zur Verfügung stellte. Zur Begrüßung sprach auch der Bürgermeister Gerhard Olexiuk ein paar Worte, in denen er die positive Arbeit des BN lobte und sich für den Einsatz zum Wohle der Natur im Landkreis bedankte. Die Idee zu dieser Veranstaltung kam von der derzeitigen Bundesfreiwilligen in der Kreisgruppe, Sarah Fehr, die auch in Oberreute wohnt. Zuerst hat sich der BN mit seinem Vorstand und seinen Aufgaben vorgestellt. Diese sind unter anderem die Biotoppflege, Amphibienschutz, Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildungsarbeit. Landschaftsschutz ist ebenfalls ein großer Schwerpunkt, hier werden vor allem Stellungnahmen zu Bauprojekten erarbeitet. Da es immer wieder zu Verwechslungen kommt, legten die BN-Vertreter dar, wo die Zuständigkeiten und Kompetenzen eines Vereines (hier des BN) liegen und für was eine Behörde (hier die Naturschutzbehörde) zuständig ist. Beispielgebend für ein erfolgreiches und langjähriges Projekt der Kreisgruppe stellte Obstbaumeisterin Birgit Mäckle-Jansen das Apfelsaftprojekt vor. In Zusammenarbeit mit der Lindauer Bodenseefruchtsäfte GmbH wurde das Projekt vor über 10 Jahren mit 15 Landwirten begonnen, mittlerweile sind 101 Obstwiesenbesitzer unter Vertrag und liefern ihre Äpfel für den leckeren BN-Apfelsaft ab, so die Referentin. Anschließend tauchte Werner Lettmaier, bei der Kreisgruppe zuständig für Gentechnik und landwirtschaftliche Themen und Vertreter der „Gentechnikfreien Region Bodensee-Oberschwaben“ in die komplizierten zusammenhänge um die Freihandelsabkommen TTIP, CETA und TiSA ein. Daraufhin kam eine angeregte Diskussion zustande. Der BN hätte sich zwar mehr  Besucher und Diskussionsteilnehmer gewünscht, sieht die Resonanz in der abschließenden Aussprache jedoch sehr positiv und will die Veranstaltung nächstes Jahr wiederholen.


Vogelstimmenexkursion für Frühaufsteher

Im Lindenhofpark in Lindau Bad Schachen fand am 26. April eine frühmorgendliche Exkursion zum Thema Vogelstimmen statt. Mehr als dreißig Teilnehmende lauschten gemeinsam mit der Ornithologin Anne Puchta den Vögeln. Sie kann die einzelnen Arten am Gesang erkennen und erklärte die Lebensweise der Singvögel.


Vortrag "Zukunftsfähige Energiewende Bayern"

Die Energiewende ist in Gefahr. Diskutiert wird über Strompreise, aber kaum mehr über die mit der Atomtechnologie verbundenen Gefahren. Während Forscher immer eindringlicher Maßnahmen zum Schutz des Weltklimas einfordern, wird weiterhin Braunkohle verfeuert, während moderne flexible Gaskraftwerke abgeschaltet werden.

Atomausstieg sofort und einen Ausstieg aus der fossilen Stromerzeugung bis 2040-das sind die Forderungen des BUND Naturschutz an eine zukunftsfähige Energiepolitik. In seinem Vortrag „Zukunftsfähige Energiewende Bayern“ behandelt Dr. Herbert Barthel, Referent für Energie und Klimaschutz des Bund Naturschutz Bayern, wie eine erfolgreiche Energiewende aussehen könnte.

Energie ist der Motor unserer modernen Technologiegesellschaft. Der BN fordert daher, dass die Energieproduktion zukünftig von Bürgerinnen und Bürgern mitgestaltet und mitbestimmt wird. „Energiewende von Unten“, mehr Demokratie in der Energiewirtschaft, Energieproduktion und – vermarktung in der Hand von Bürgerenergiegesellschaften. Eine zukunftsfähige Energiewende beruht auf Energiesparen, Energieeffizienz und dem Ausbau der Erneuerbaren Energien – aber mit ökologischen Leitplanken. Den Schwerpunkt sieht der BUND Naturschutz im Energiesparen – dies schont den Geldbeutel und Ressourcen. Energiesparen muss Teil Bayerischer Wirtschaftspolitik werden, aber auch Gesprächsthema der Menschen für lokale Maßnahmen.

Eine Kooperation des Bundes Naturschutz mit dem Förderverein für erneuerbare Energien und effiziente Energienutzung e.V. (FEE) und der Klimaschutzbeauftragten der Stadt Lindenberg.

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Antiatomkraft-Vortrag

Kazuhiko Kobayashi

Der renommierte Atomkraft-Kritiker Kazuhiko Kobayashi informierte in seinem Vortrag „Fukushima und dessen Folgen für die Menschen, die Gesellschaft und die Politik“ am 29.11.2013 über die Missstände in der Region der Atomkatastrophe, die er im Mai 2013 selbst bereist hat. Am Straßenrand liegende Abfallsäcke voll verstrahlter Erde wurden nicht abtransportiert und kontaminiertes Wasser in undichten Tanks gelagert. Die japanische Regierung und die Betreiberfirma des Atomkraftwerks vertuschen die Gefahren, die nach dem Reaktorunfall immer noch bestehen. Währenddessen beruhigen fröhliche Bilder und geschönte Verlautbarungen die Bevölkerung. Außerdem werden manipulierte Strahlungsmessgeräte aufgestellt, die nur die Hälfte der tatsächlich gemessenen Werte anzeigen. Sogar bei ärztlichen Untersuchungen werden gesundheitliche Risiken verschwiegen, da viele Ärzte unter dem Druck der Regierung stehen und deshalb ihren Patienten versichern, es sei alles in Ordnung. Zwar gibt es einige Menschen, die trotz der Verheimlichungstaktik besorgt sind und das Gebiet verlassen wollen, allerdings ist dies oft aus finanziellen Gründen nicht möglich. Herr Kobayashi machte in seinem Vortrag deutlich, dass das Vertuschen ungünstiger Fakten in allen Atomländern gleichermaßen stattfindet und dass die verantwortungslose Technik Atomkraft abgeschafft werden muss.


Ökologischer Fußabdruck

Brot für die Welt hat eine äußerst eindrucksvolle,

interaktive Ausstellung zum Thema

„Ökologischer Fußabdruck“

zusammengestellt. Die Kreisgruppe Lindau des Bundes Naturschutz hat gemeinsam mit dem Verein Tier & Mensch e.V. diese Ausstellung für 4 Wochen in den Landkreis Lindau geholt: 

Jeder Mensch benötigt Fläche zum Leben - auch für die Herstellung von Konsumgütern und Nahrungsmitteln. Wasser, Land, Energie und vieles andere ist erforderlich. Wie viele natürliche Ressourcen wir mit unserem Lebensstil verbrauchen, rechnet der ökologische Fußabdruck aus. Unser jährlicher Verbrauch wird in Fläche umgerechnet, in sogenannte Hektare.