Man sieht und hört sie im Herbst überall: Laubsauger- und Bläser

Sie sparen zwar Zeit und Mühe, schaden aber der Umwelt mit Abgasen, Lärm, Feinstaub und Keimen enorm. Über all dem steht aber auch der tausendfache Tod von Insekten und anderen Tieren, die sich gerade im Herbst im Schutz der herabfallenden Blätter verstecken. Durch Laubsauger werden lockerer Oberboden, Humusteile, Pflanzenreste und Blätter aufgesaugt, und Kleintiere, die wichtige ökologische Funktionen für den Boden besitzen, werden mit dem Laub zerhäckselt. Dazu kommt, dass der Stoffkreislauf unter dem Baum unterbrochen wird, es werden Nährstoffe, Deckung, Winterschutz und Nahrung für alle kleinen Lebewesen vernichtet und langfristig auch der Baum geschädigt. Denn auch ihm wird mit dem entfernten Laub langfristig der Nährstoffnachschub aus dem sich zersetzenden Laub entzogen. Deshalb empfiehlt der BUND Naturschutz auf den Gebrauch von Laubsaugern/-bläsern zu verzichten. Möchte man das Laub entfernen, kann auch ein Laubrechen verwendet werden, auf Rasenflächen lässt man die Blätter am besten bis zum fast vollständigen Laubabfall liegen und recht sie dann zusammen. Dabei müssen nicht alle Blätter aufgesammelt werden, denn eine dünne Laubschicht führt dem Boden sogar Nährstoffe zu. Als Überwinterungshilfe für Igel lässt sich ein Laubhaufen an Hecken ebenfalls nutzen. Diese Anstrengungen lohnen sich für die Natur, dem Erhalt der Artenvielfalt und ganz nebenbei bedankt sich unsere Gesundheit für ein wenig Bewegung an der frischen Luft!


Sämereien für Blühwiesen

Nach dem Volksbegehren sollen Taten folgen: Unter den untenstehenden Links finden Sie Sämereien, welche Mischungen für Blühwiesen verkaufen:

Rieger-Hofmann: https://www.rieger-hofmann.de/

Syringa: https://www.syringa-pflanzen.de/

 

 

Insektenfreundlicher Garten

Was kann ich in meinem Garten, auf meiner Terrasse oder meinem Balkon für Insekten tun?

„Insektenschutz“ bedeutet in erster Linie „Schutz ihrer Lebensräume“, denn  zahlreiche Insektenarten wurden bereits durch die Zerstörung ihrer natürlichen Lebensräume zurückgedrängt, da sie hoch spezialisiert und damit auch sehr empfindlich gegenüber Veränderungen in ihren Habitaten sind. Die meisten Wildbienen errichten ihre Nistanlagen in der Erde, viele nagen sie in das Mark dürrer Stängel, andere benutzen vorhandene Hohlräume wie Käferfraßgänge oder Felsspalten, einige sind auf verlassene Eichengallen oder Schneckenhäuser spezialisiert, und weitere mauern ihre Brutzellen aus Lehm oder Harz. Besonders in naturnahen Hausgärten ist großes Potenzial zum Schutz bedrohter Arten vorhanden, denn Nisthilfen können mit einfachsten, kostengünstigen Mitteln selbst hergestellt werden.

Haben Sie mit Nisthilfen erst einmal genügend Nistraum geschaffen, sollten Sie auch dafür sorgen, dass den Tieren ein ausreichendes Nahrungsangebot zur Verfügung steht. Hierzu gibt es in Hausgärten verschiedene Möglichkeiten. Eine Devise dabei lautet „bunt statt grün“.

Die untenstehenden Links informieren zum Thema Bienen:

https://www.bund-naturschutz.de/oekologisch-leben/garten/bienen.html

https://www.bund.net/umweltgifte/pestizide/bienen-und-pestizide/

Auch im Lindauer Naturschutzhäusle finden Sie ein umfassendes Angebot an Infomaterialien.