Das Projekt "Gärtnern in der Stadt"

1. Lindauer Naschgarten

Im Mai wurde von den Müpfen mit großer Unterstützung der Stadtgärtnerei der 1. Lindauer Naschgarten angelegt. Er ist Teil unseres Projekts „Gärtnern in der Stadt“. Damit wollen wir zeigen, dass wir auch in der Stadt kleine Flächen für den Anbau von Lebensmitteln nutzen können und dass damit ein nachhaltiger Lebensstil unterstützt wird. Bio-Lebensmittel aus der Region dienen dem Klimaschutz – kein Transport und kein Dünger spart CO2.

In der Mitte des Naschgartens befindet sich ein besonderes Beet:

MILPA („Kornfeld“) – Indianergarten der Maya

Schon die Maya erkannten das besonders fruchtbare Zusammenwirken verschiedener Pflanzen in der Landwirtschaft: Unter dem Namen Milpa wurde besonders die Kombination aus Mais, Kürbis und Bohnen bekannt.
Mais: liefert Kohlenhydrate und dient den Bohnen als Rankhilfe
Bohne: dient als Proteinquelle und düngt mithilfe von Bakterien den Boden mit Stickstoff
Kürbis: produziert Fett, spendet Schatten mit seinen großen Blättern uns verhindert so das Austrocknen des Bodens
Diese Anbauform findet man heute noch in Süd- und Mittelamerika, sowie in Kroatien.

Ein herzliches Dankeschön an die Lindauer Stadtgärtnerei für die tatkräftige Hilfe bei der Anlegung des Gartens!

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Infostand

Im Zuge des Projekts hatte unsere Müpfe-Gruppe bereits mit Unterstützung der Gärtnerei Seiler kleine mobile Gärten in Obstkisten angelegt. Diese wurden zur Gestaltung eines Infostands auf der Insel verwendet, der sich in der Maximilianstraße befand. Dort verdeutlichten die Kisten die Vorteile derartiger Beete in der Stadt. Auch über Torffreie Erde und ihre Rolle beim Moor- und Klimaschutz gab es interessante Informationen.


Torffreies Eintopfen

Am 03. Mai war die Müpfegruppe in der Gärtnerei Seiler in Lindau zu Gast. Dort topften die Kinder vorher angesäte Pflanzen mit torffreier Blumenerde in mobile Pflanzkisten ein. Diese werden bei der Eintopfaktion mit torffreier Erde, die der BUND Naturschutz auf den Lindauer Gartentagen veranstaltet, zu bewundern sein.
Unser Dank gilt der Gärtnerei Seiler, die dafür Erde, Dünger, Pflanzen und Pflanzbehältnisse gespendet hat.


Entbuschung im Hagspielmoor

Die Müpfe haben bei einer Entbuschungsaktion im Hagspielmoor eifrig mitgearbeitet. Gemeinsam mit Claudia Grießer, Umweltpädagogin, Maria Lobo-Wiest und Till Reichart, Bundesfreiwilliger beim BN, trugen die Kinder Äste von Faulbaumbüschen  zusammen, die vorher von Markus Bernhard vom Maschinenring gemäht worden waren. Die Entbuschung ist noch Teil der Renaturierungsmaßnahmen und dient dazu, das Überhandnehmen der Faulbäume zu verhindern, da im Hochmoorkern typischerweise keine Gehölze wachsen. Da das Gebiet aufgrund erfolgreicher Staumaßnahmen vernässt, ist es nun möglich, die Verbreitung der Faulbäume einzudämmen.

Nach einer Essenspause mit Butterbrezen erzählte die moorerfahrene Biologin Maria Lobo-Wiest in einer kurzen Moorführung über die Entstehung solcher Lebensräume und die dort lebenden Tiere. Außerdem konnten sich die Kinder  von der positiven Wirkung der Wiedervernässung überzeugen. Die Müpfegruppe möchte auch in Zukunft bei der Biotoppflege aktiv dabei sein.


Baumpflanzung

Die Müpfegruppe hat im Frühjahr 2012 in der Gemeinde Heimenkirch Obstbäume gepflanzt. Das war eine Gemeinschaftsaktion mit dem Amt für ländliche Entwicklung und der Gemeinde.