Photovoltaik die Kraft der Sonne

Photovoltaik Anlage in Schlachters

Stellungnahme zur Fotovoltaikanlage „Edelweiß“ vom 03.05.2011


Aufstellung des Bebauungsplanes „Photovolataikanlage Lampertsweiler“ in Weißensberg

Grundsätzliche Anmerkung aus dem Positionspapier des BN-Landesverbandes:
Es ist zwar verdienstvoll, dass die Gemeinde Weißensberg erneuerbare Energien unterstützt und Maßnahmen umsetzen will.  Dazu gehört auch die Stromproduktion durch Fotovoltaikanlagen. Der Landesverband des BN schreibt in seinem Positionspapier, dass vor der Errichtung von Freiflächenfotovoltaikanlagen eine Bestandsaufnahme potentiell nutzbarer Dach- und Fassadenflächen im Gemeindegebiet erfolgen sollte. Freiflächenfotovoltaikanlagen sind aus Gründen des Landschaftsschutzes nicht überall positiv zu sehen. Dies haben wir bereits bei unserer Stellungnahme zur Fotovoltaikanlage „Edelweiß“ vom 03.05.2011 (oben als Download) zum Ausdruck gebracht. Leider mussten wir feststellen, dass diese Anregung von der Gemeinde nicht umgesetzt worden ist, was wir sehr bedauern. Bei einer entsprechenden Bürgerinformation könnte ein solches Kataster das Engagement der Bürgerschaft wecken. Es gibt mehrfach Beispiele dafür, dass der Weg zur Energiewende beispielsweise durch Bürgergenossenschaften bereitet wurde. Wir regen erneut an, diesen Empfehlungen nachzukommen, und sie nicht aufgrund fehlender Vorschriften abzulehnen. Bekanntlich leidet die Gemeine Weißensberg stark unter dem Flächenverbrauch. Schon von daher wäre es angezeigt, von weiterer Flächen-Inanspruchnahme abzusehen.

Zu einer Energiewende gehören nicht nur die Energieproduktion, sondern auch die Energieeinsparung und die Energieeffizienz. Beides ist untrennbar verbunden. Die Gemeinde Weißensberg wäre gut beraten, auch auf diesem Sektor Schrittmacherdienste zu leisten (siehe z.B. „energieefiziente Gemeinde Wasserburg“).
Der Bund Naturschutz (BN) kann der vorgelegten Planung nicht zustimmen.
Begründung: Das Plangebiet liegt in exponierter Lage und würde das Landschaftsbild massiv beeinträchtigen. Das Gebiet ist zwar durch Autobahn und Bundesstraße vorbelastet, aber durch die ansteigende Geländeform würde die Anlage äußerst dominant das Landschaftsbild beherrschen.
Dies ist der entscheidende Unterschied zwischen dem Standort der Fotovoltaikanlage „Edelweiß“ und dem Standort Lampertsweiler: Erstere hat nicht die enorme Fernwirkung und wurde deshalb in der Stellungnahme des BN vom 03.05.11 zur Aufstellung des BBPL „Fotovoltaik Edelweiß“ weitgehend befürwortet.
Nach unserer Kenntnis war vor etlichen Jahren in direkter Umgebung die Ansiedlung einer Gärtnerei geplant, was der Gemeinderat aus Gründen des Landschaftsbildes abgelehnt hat. Der gleiche Maßstab sollte jetzt auch in diesem Fall angelegt werden.

Mit freundlichen Grüßen

Erich Jörg, Kreisvorsitzender
Isolde Miller, Geschäftsführerin