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EIN FAUSTSCHLAG GEGEN DEN KLIMA- UND UMWELTSCHUTZ

Pressemitteilung der Kreisgruppe Lindau (Bodensee) des BUND Naturschutz in Bayern e. V. (BN) zum LZ Artikel Lindauer wollen um ihre Schrebergärten bei der Therme kämpfen

Der BUND Naturschutz, Kreisgruppe Lindau (BN) unterstützt nachdrücklich den Widerstand der Schrebergärtner um ihre Gärten und sieht sich in den bereits 2016 und 2017 Aussagen im Zuge der Thermenplanungen bestätigt. Damals wurden der Bund Naturschutz und Mitglieder der damaligen Bürgerinitiative im Eichwald sogar von hochrangigen Stadtvertretern noch als Lügner beschimpft. "Nun zeigt sich wie richtig unsere Vorhersagen waren", so Dr. Maximilian Schuff, stellvertretender Vorsitzender der Kreisgruppe.  Für Schuff sei die Ankündigung des Großinvestors Schauer die Fläche um die Gartenanlagen erschließen zu wollen, eine Konsequenz von aneinandergereihten Fehlentscheidungen seitens der Stadt Lindau. Auch sieht Schuff die Diskussion um zu versetzende Parkplätze aufgrund der Entfernung zur Therme als reine Augenwischerei an. Tatsächlich gehe es Schauer wohl eher darum den Maximalprofit aus dem Gelände heraus holen zu können und dies auf Kosten des Kleingartengrüngürtels. Was den BN massiv irritiert, ist die Haltung des Bauamtsleiters Kay Koschka. Es sei schon ungewöhnlich, dass hier offenbar einem Investor Signale zu einer Bebauung gegeben wurden, ohne dass Pläne der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden und ohne vorab den Flächennutzungsplan abzuändern, so der BN-Vertreter. Zusätzlich lässt der benutze Terminus Freizeitcluster vermuten, dass es hier um weit mehr geht, als nur um die Verlegung der Eissporthalle. Dies lässt eine weitere Verschlechterung für die Natur im angrenzenden Landschaftsschutzgebiet und den naheliegenden FFH Gebieten durch Verkehrszunahme und vermehrte Licht- und Lärmemission befürchten.

Zudem kritisiert der BN die selbsternannte „Gartenstadt Lindau“ auch in ihrer Kurzsichtigkeit in Bezug um den Artenschutz und Klimarelevanz der Kleingärten. Dabei steht es außer Frage, dass der städtische Grüngürtel nicht nur ein wesentlicher Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt ist, sondern auch eine enorm positive, die urbanen Klimafolgen deutlich abmildernde Wirkung hat.

Für Schuff sei es absolut unfassbar, dass das hehre Bemühen der Klimaschutzmanagerin Eichler und der Oberbürgermeisterin um Fortschritte im Klimaschutz von anderen Teilen der Stadtverwaltung geradezu torpediert würden. Der BN ruft daher die Lindauer auf, sich mit den Kleingärtnern zu soldarisieren und diese zu unterstützen.

ViSdP:

Dr. Maximilian Schuff

Stellv. Vorsitzender der Kreisgruppe Lindau BUND Naturschutz (BN)