Einblicke in die Moorrenaturierung

Im September fand wieder eine Exkursion in den Plenterwald und die Moore bei Trogen statt. Geleitet wurde die Exkursion von Gebietsbetreuerin Isolde Miller vom BUND Naturschutz und der Geschäftsführerin des Landschaftspflegeverbands Michaela Berghofer.

Nach einer interessanten Wanderung durch den Plenterwald wurde anschließend vor allem der Torfabbau im Moor thematisiert, der bis in die 50er-Jahre stattfand und bleibende Schäden hinterlassen hat. Die Gräben, die damals zur Entwässerung gegraben wurden, sind teilweise noch heute vorhanden. Michaela Berghofer erklärte den Teilnehmern der Exkursion die bereits umgesetzten und geplanten Maßnahmen, um das Moor zu renaturieren.

Die Renaturierungsmaßnahmen werden vom Landschaftspflegeverband in Kooperation mit der Unteren Naturschutzbehörde durchgeführt. Das Ziel ist es, den Wasserhaushalt im Moor wieder in Ordnung zu bringen. Dafür  werden Dämme im Moor gebaut, um das Wasser dort zurückzuhalten.

Moore sind für den Arten-, aber vor allem auch für den Klimaschutz sehr wichtige Gebiete. Alle Pflanzenteile, die im Moor versinken, werden nicht zersetzt und geben nach dem Absterben kein CO2 in die Atmosphäre ab. Moore bilden deshalb enorm hohe Kohlenstoff-Speicher, die durch deren Zerstörung verloren gehen. Aus diesem Grund werden Moorrenaturierungen aus dem Klimaschutzprogramm des Freistaats gefördert.

Außerdem haben Moore eine gute Wasserspeicherfunktion und können sich vollsaugen, wie ein Schwamm. So tragen sie auch zum Hochwasserschutz bei.